Mannheim

Zügige Lösung notwendig

Archivartikel

Stefan Proetel über die Situation auf dem Neckardamm

Vor fast zehn Jahren hat sich Mannheim auf den Weg gemacht. Mit ihrem damals beschlossenen 21-Punkte-Programm will die Stadt den Radverkehr fördern. Das gelingt an vielen Stellen gut – die mittlerweile sieben Fahrradstraßen sind taugliche Beispiele dafür. Hier haben Radler ausdrücklich Vorrang, das macht das Vorankommen einfacher und sicherer. Eine sinnvolle Lösung für den Neckardamm zwischen Innenstadt und Neuostheim gibt es dagegen noch nicht. Die Strecke auf dem Neckardamm ist landschaftlich ein Vergnügen. Da sie aber von verschiedenen Verkehrsteilnehmern genutzt wird, kommt es oft zu brenzligen Situationen, besonders an Wochenenden. Schlendernde Fußgänger(gruppen), manche mit Hunden, dazu flottere Nordic Walker, schnelle Jogger, Inlineskater, Skateboarder, die gemächlichen und die hochsportlichen Radler – alle haben unterschiedliche Bedürfnisse und Geschwindigkeiten. Und damit ist klar: Es macht absolut Sinn, die Verkehrsströme hier zu kanalisieren. Das „Weiter so“ der Stadt ist jedenfalls die schlechteste Lösung. Eine gute braucht es zügig und nicht erst, wenn der Neckardamm vielleicht einmal Teil des Radschnellwegs Mannheim-Heidelberg ist.