Mannheim

Rettungsdienste Zeitgleich mehrere Einsätze am Samstagmittag / Berufsfeuerwehr voll ausgelastet

Zwei große Brände und ein Schwan in Not

Archivartikel

Ein Fahrzeugbrand hat am Samstagmittag im Mannheimer Stadtteil Friedrichsfeld auf ein Gebäude übergegriffen. Nach Polizeiangaben entstand ein Gesamtschaden von rund 160 000 Euro. Zeitgleich war die Feuerwehr mit zwei weiteren Ereignissen in Mannheim beschäftigt, so dass alle Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr ausrücken mussten.

Der überwiegende Teil der Arbeit war dabei in Friedrichsfeld zu verrichten. Der Pkw-Brand in der Vogesenstraße war gegen 12.35 Uhr gemeldet worden. Innerhalb kurzer Zeit stand das Fahrzeug vermutlich aufgrund eines technischen Defektes in Vollbrand. Die Flammen griffen in der Folge auf die Außenfassade, den Balkon und im weiteren Verlauf auf die Dachkonstruktion des Hauses über, so die Polizei. Bei dem Gebäude handelte es sich um ein Wohn- und Geschäftshaus. Um ein weiteres Ausbreiten des Feuers am Gebäude zu verhindern, hatten die Einsatzkräfte der Feuerwehr mit einer Drehleiter die äußerste Schicht des Daches für Nachlöscharbeiten geöffnet. Deshalb wurden zusätzliche Einsatzkräfte zum Brandort entsendet, berichtete die Feuerwehr. Gegen 14.50 Uhr waren die umfangreichen Arbeiten beendet. Am Pkw entstand ein Schaden in Höhe von 10 000 Euro, den Schaden am Gebäude schätzt die Polizei auf rund 150 000 Euro. Mehrere Wohnungen im Gebäude waren nach dem Brand nicht mehr nutzbar. Die Bewohner kamen bei Verwandten oder Bekannten unter. Bei dem Feuer wurde niemand verletzt. Alle 13 betroffenen Personen hatten das Gebäude rechtzeitig verlassen. Während der Löscharbeiten war die Vogesenstraße kurzzeitig gesperrt. 25 Feuerwehrleute waren in der Vogesenstraße im Einsatz.

Zeitgleich ausgerückt

Bereits vor dem Brand in Friedrichsfeld war die Feuerwehr zu einem Einsatz im Biomassekraftwerk in der Otto-Hahn-Straße ausgerückt. Um 11.42 Uhr hatte die automatische Brandmeldeanlage das Ereignis gemeldet, teilte die Feuerwehr mit. Vor Ort war eine Rauchentwicklung sichtbar. Diese wurde von den 20 Einsatzkräften lokalisiert und beseitigt, umfangreiche Löscharbeiten waren nicht nötig. Gegen 14.30 Uhr waren die Arbeiten beendet. Um 12.30 Uhr geriet gleichzeitig zum Einsatz auf der Friesenheimer Insel ein Schwan an der Teufelsbrücke im Jungbusch in Notlage. Sechs Feuerwehrleute waren bei der Tierrettung rund eine Stunde lang erfolgreich im Einsatz. Weil die drei Einsätze fast zeitgleich stattfanden, mussten alle Kräfte der Berufsfeuerwehr ausrücken. Die Wachen wurden deswegen mit Kräften der Freiwilligen Feuerwehr betreut. Gegen 15 Uhr waren alle Feuerwachen wieder planmäßig besetzt. k

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