Mannheim

Innenstadt Polizei geht nicht von steigender Tendenz aus

Zwei Messerstechereien am langen Wochenende

Archivartikel

Mannheim.Zwei Messerstechereien haben am langen Wochenende die Polizei in Mannheim beschäftigt. Zunächst war es am späten Freitagabend in der Wirtschaft zu einer Auseinandersetzung zwischen zwei Gruppen von jungen Männern gekommen. Wie die Polizei am Montag mitteilte, wurde dabei ein 26-Jährige durch Messerstiche lebensgefährlich verletzt. Nach Erkenntnissen von Polizei und Staatsanwaltschaft soll ein weiterer Mann durch Messerstiche verletzt worden sein, nach ihm wird noch gefahndet.

Ermittlungen dauern an

Die genauen Umstände und der Hergang der Auseinandersetzung sind derzeit unklar. Auch über den Grund des Gewaltausbruchs machten die Ermittler noch keine Angaben. Mehrere Tatbeteiligte konnten mittlerweile ermittelt werden. Unklar ist noch, wer für welche Taten verantwortlich ist. Gegen einen Verdächtigen wurde bereits Haftbefehl wegen Verdachts des versuchten Totschlags erlassen. Die weiteren Ermittlungen dauern an.

Eine ganz ähnlich lautende Meldung veröffentliche die Mannheimer Polizei dann gestern: In den frühen Morgenstunden des 1. Mai, gegen 3.40 Uhr, zückte ein 19-jähriger Mann in den S-Quadraten ein Messer und verletzte einen 50-Jährigen mit oberflächlichen Messerstichen am Oberschenkel und am Arm. Der Mann musste im Krankenhaus behandelt werden.

Nach einer eingeleiteten Fahndung konnt der mutmaßliche Täter schließlich am Alten Messplatz festgenommen werden. Wie sich herausstellte, war er kurz vor dem Angriff aus einem Lokal geflogen, weil er lautstark gepöbelt haben soll. Erst danach sei er mit dem Messer zurückgekommen und wollte wieder in die Bar. Der 50-Jährige versperrte dem mutmaßlichen Täter den Weg und wurde daraufhin verletzt. Laut Polizei hatte der Angreifer einen Alkoholpegel von 1,7 Promille, die Nacht musste er zum Ausnüchtern auf dem Polizeirevier verbringen.

Für die Polizei sprechen diese beiden und auch ähnliche Fälle in der letzten Zeit nicht für einen Anstieg von Messerangriffen. Ohne genau Zahlen nennen zu können, gehe man nicht von einer stark gestiegenen Tendenz aus, hieß es auf Nachfrage. Auch zu den Gründen der Taten wollte man sich nicht äußern. Aber wer ein Messer bei sich trage, der sei ganz klar ein Straftäter. Die Vermutung, dass viele Täter jung seien, erklärte man mit dem eh jungen Publikum in Bars, wo die meisten Angriffe stattfänden.