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Daimler Kurzarbeit am Standort Neu-Ulm ab Dezember

Evobus droht Gegenwind in Mannheim

Archivartikel

Mannheim.Momentan ist die Auslastung bei Evobus in Mannheim noch stabil – in den nächsten Wochen allerdings erwartet Produktionsleiter Michael Klein wegen der Corona-Krise zunehmend Gegenwind. „Darauf werden wir uns einstellen müssen“, sagte er. In Mannheim werden Stadtbusse gebaut, Evobus beschäftigt hier rund 3500 Mitarbeiter. Kunden sind hauptsächlich Kommunen. Diese halten wegen der Corona-Pandemie derzeit ihr Geld zusammen und investieren weniger in neue Fahrzeuge.

1200 Beschäftigte betroffen

Schon jetzt hart getroffen ist Evobus in Neu-Ulm, wo Reisebusse hergestellt werden. Ab Dezember werde es Kurzarbeit geben, erklärte Klein. Die Fertigung werde heruntergefahren. Seinen Angaben nach sind von insgesamt 3800 Beschäftigten 1200 von Kurzarbeit betroffen. Der Absatz von Reisebussen ist von Januar bis Ende September im Vergleich zum Vorjahr um 60 Prozent zurückgegangen.

Für dieses Jahr erwartet das Unternehmen nicht mehr, dass sich die Absatzzahlen erholen. Der Tourismus ist wegen Corona fast vollständig zum Erliegen gekommen. Ziele fallen weg, weil fast täglich neue Risikogebiete benannt werden. Klassenfahrten werden abgesagt. Die Bundesregierung hat zuletzt dazu aufgerufen, auf nicht notwendige Reisen zu verzichten.

Auf Mannheim hat die Kurzarbeit in Neu-Ulm nach Angaben von Oberwörder keine direkten Auswirkungen. Die zentrale Lackierung in Neu-Ulm arbeitet für Fahrzeug-Komponenten aus Mannheim weiter, ebenso die Sitzfertigung.