Mercedes-Benz

Geschäftsentwicklung bei Daimler belastet Gemeindekassen im Südwesten

Archivartikel

Stuttgart (dpa/lsw) - Die zuletzt unbefriedigende Geschäftsentwicklung beim Autobauer Daimler belastet Gemeindekassen im Südwesten. "Die Veränderungen sind zweifelsohne spürbar", heißt es etwa von der Stadt Sindelfingen im Kreis Böblingen. Die Stadt muss in diesem Jahr voraussichtlich mit rund 70 Prozent weniger Gewerbesteuereinnahmen auskommen als noch im Vorjahr und hat eine Haushaltssperre verhängt.

Auch andere Gemeinden mit Daimler-Werken wie Wörth am Rhein (Kreis Germersheim), Rastatt und Gaggenau (Kreis Rastatt) verzeichnen in diesem Jahr deutlich weniger Gewerbesteuereinnahmen und haben Haushaltssperren verhängt. In Großstädten wie Stuttgart und Mannheim fällt der Rückgang der Gewerbesteuer im Verhältnis zum Aufkommen der Vorjahre weniger deutlich aus. Mannheim verweist auf die Vielzahl der Gewerbesteuerzahlenden in der Stadt.

Die Gewerbesteuer ist in der Regel die wichtigste Einnahmequelle von Kommunen und hängt wesentlich vom Gewinn der ortsansässigen Unternehmen ab. Der Autobauer Daimler erzielte 2018 fast ein Drittel weniger Gewinn als im Jahr davor und vermeldete zuletzt sogar Verluste - zum ersten Mal seit dem Krisenjahr 2009.