Metropolregion

Betrug Falsche Mitarbeiter ergaunern Computerzugriff

17 000 Euro abgehoben

Archivartikel

Rhein-Neckar.Die Polizei Ludwigshafen warnt vor falschen Microsoft-Mitarbeitern am Telefon. In den vergangenen Wochen gab es in der Region mehrere Fälle von Anrufen, bei denen Unbekannte vorgaben, im Namen des Software-Unternehmens Computer und Tablets von Viren befreien zu wollen.

Am 8. Mai teilte ein angeblicher Microsoft-Mitarbeiter einem 62-jährigen Mann aus Waldsee mit, dass angeblich unberechtigt auf seinen Computer zugegriffen worden sei. Der Angerufene nannte dem Unbekannten mehrere Zugangsdaten für Konten. Anschließend kaufte er dem Anrufer noch i-Tunes-Karten für 1500 Euro ab. Später bemerkte der Mann, dass insgesamt 17 000 Euro von seinen beiden Konten abgebucht wurden.

Am 11. Mai erhielt ein 51-Jähriger aus Mutterstadt einen Anruf eines angeblichen Microsoft-Mitarbeiters. Ihm wurde mitgeteilt, dass sein Computer ebenfalls gehackt wurde. Im Verlauf des Telefonats wurde der 51-Jährige aufgefordert, verschiedene Transaktionen an seinem PC durchzuführen, worauf ihm 2300 Euro von seinem Konto abgebucht wurden. Anschließend kaufte der Mann noch angebliche i-Tunes-Karten für 300 Euro, da ihm gesagt wurde, dass er damit seine Computer-Probleme gänzlich beheben könnte.

Am 21. Mai erhielt ein 62-Jähriger aus Ludwigshafen einen angeblichen Anruf eines Microsoft-Mitarbeiters. Dieser teilte ihm mit, dass Software und Lizenz seines Microsoft-Programms fehlerhaft seien. Der 62-Jährige erlaubte dem Anrufer den Zugriff auf seinen Rechner und musste später feststellen, dass ein Betrag von über 3500 Euro von seinem Konto abgebucht wurde.

Betrügerische Software

Die Polizei warnt vor betrügerischen Anrufern und empfiehlt, einfach aufzulegen, keine privaten Daten, Bankkonto- oder Kreditkartendaten oder Zugangsdaten zu Kundenkonten herauszugeben. Niemals sollte man unbekannten Anrufern Zugriff auf den Rechner beispielsweise mit der Installation einer Fernwartungssoftware gewähren. Betroffene sollten unter anderem alle Passwörter über einen nicht infizierten Rechner unverzüglich ändern, das Fernwartungsprogramm löschen und Anzeige bei der Polizei erstatten. tbö