Metropolregion

Tötungsdelikt im Mehrfamilienhaus Nachbar will helfen und wird verletzt

19-Jährige verblutet nach Messerstichen

Neustadt.Eine 19 Jahre alte Frau ist in Neustadt einem Gewaltverbrechen zum Opfer gefallen. Tatverdächtig ist ihr Ex-Freund. Das Amtsgericht Frankenthal hat gestern Haftbefehl wegen Totschlags, versuchten Totschlags und gefährlicher Körperverletzung erlassen. Der 22 Jahre alte Mann hat die tödliche Messerattacke auf die 19 Jahre alte Frau gestanden, hieß es von Polizei und Staatsanwaltschaft. Laut eines Sprechers der Staatsanwaltschaft deuten Ermittlungen darauf hin, dass der Mann und das Opfer Eltern eines gemeinsamen Kindes sind.

Nachbar schwer verletzt

Der mutmaßliche Täter habe in seiner Vernehmung angegeben, am Montagabend mit einem Küchenmesser auf die ehemalige Lebensgefährtin und einen 42 Jahre alten Nachbarn eingestochen zu haben. Der verletzte Mann ist außer Lebensgefahr, muss aber aufgrund schwerer Verletzungen in einer Klinik behandelt werden.

Vor der Tat sollen der Angreifer und die 19 Jahre alte Frau gestritten haben. Dann habe der Mann die Ex-Freundin mit mehr als zehn Stichen getötet, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Die Polizei war kurz nach 23 Uhr über den Streit in Neustadt informiert worden.

Als die Beamten am Wohnhaus eintrafen, fanden sie die tote Frau. Der Mann flüchtete zunächst, wurde aber kurze Zeit später von der Polizei festgenommen. Auch ein Hubschrauber war im Einsatz. Ermittlungen zufolge war der tödliche Angriff vom Montagabend nicht der erste gewaltsame Übergriff. Der nun inhaftierte Mann wurde am 27. April wegen Körperverletzung rechtskräftig verurteilt.

Weil der in Deutschland geborene Türke die nun getötete Ex-Freundin geschlagen und gewürgt hatte, verurteilte ihn das Amtsgericht Neustadt zu einer Haftstrafe von einem Jahr und zehn Monaten. Sie war zur Bewährung ausgesetzt. Damals schon, als er die – laut Staatsanwaltschaft – in Polen geborene Frau auf brutale Weise angegangen hatte, seien beide kein Paar mehr gewesen, erklärte die Staatsanwaltschaft. In den Prozessakten des Amtsgerichtes habe sich auch der Hinweis befunden, dass der mutmaßliche Täter und das Opfer Eltern eines gemeinsamen Kindes sind. Die Ermittlungen werden fortgesetzt.