Metropolregion

Justiz 37-jähriger Verkehrssünder mit Revisionsantrag gescheitert

373 Punkte: Gericht bestätigt Haftstrafe

Speyer/Zweibrücken.Nun ist es amtlich – der in Speyer wohnende Mann, der 2019 bundesweit für Schlagzeilen sorgte, weil er nach zahlreichen Fahrten ohne gültigen Führerschein 373 Punkte in der Flensburger Verkehrssünderdatei gesammelt hatte, kommt in Haft für neun Monate. Das Landgericht Frankenthal hatte ihn im August 2020 verurteilt – der Beschuldigte ging in Revision. Diese habe das Oberlandesgericht Zweibrücken als unbegründet verworfen, teilte eine Justizsprecherin mit. Damit sei der Richterspruch aus Frankenthal rechtskräftig.

Bei dem Prozess waren im August zwei Fahrten verhandelt worden, bei denen der Enddreißiger 2019 mit einem ungültigen italienischen Führerschein erwischt worden war. Schon zuvor hatte er der Polizei zufolge 373 Punkte gesammelt. Die Zahl setzt sich zusammen aus mehr als 150 Fahrten ohne gültigen Führerschein, die der Mann als Berufsfahrer absolviert hatte. Die Behörden kontrollierten im Nachhinein die Tachoscheiben und verhängten pro Fahrt zwei Punkte. Für den Mann hat das Urteil weitreichende Folgen: Ihm droht eine weitere Haft. Wegen Fahrten ohne gültigen Führerschein war er früher schon einmal zu einer achtmonatigen Bewährungsstrafe verurteilt worden.

Der Mann hatte in der Verhandlung von „großen Fehlern“ gesprochen, die er gemacht habe. Jedoch sei sein Führerschein bei mehreren Verkehrskontrollen von der Polizei nicht beanstandet worden, hatte er nach Angaben einer Übersetzerin argumentiert. 

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