Metropolregion

39-Jähriger vermutlich im Rhein ertrunken

Worms.Erneut hat es am Samstag in Worms-Rheindürkheim einen Großeinsatz am Rhein gegeben, weil ein Mensch im Rhein untergegangen ist - fast genau an derselben Stelle, an der zehn Tage zuvor zwei Mädchen aus Afghanistan im Fluss tödlich verunglückt sind. Wie die Polizei in Mainz bestätigte, handelt es sich bei dem Opfer um einen 39-jährigen Mann aus Pakistan. Die Suche wurde am Samstagabend ergebnislos eingestellt. Die Feuerwehr geht davon aus, dass der Mann tot ist.

Wie der Kreisbrandinspektor des Kreises Bergstraße, Wolfgang Müller, auf Nachfrage dieser Zeitung bestätigte, hatten Spaziergänger am gegenüberliegenden Rheinufer bei Biblis-Nordheim bemerkt, dass Menschen auf einer Sandbank um Hilfe riefen, und daraufhin Alarm ausgelöst. Demnach war auf Wormser Seite ein 16-jähriger Junge im Wasser und geriet plötzlich in Not. Zwei Männer eilten dem Jungen zu Hilfe, darunter auch der 39-Jährige. Der 16-Jährige gelangte ans Ufer, sein Helfer wurde durch die Strömung des Rheins unter Wasser gezogen und tauchte nicht mehr auf.

Mit rund 150 Einsatzkräften suchten Feuerwehr, DLRG und Wasserschutzpolizei nach dem Mann. Insgesamt waren elf Boote unterwegs. Auch ein Hubschrauber kreiste über der Unglücksstelle. Fußtrupps suchten das Rheinufer von Worms-Rheindürkheim bis nach Gernsheim ab, allerdings ohne Erfolg. Rettungstaucher der Ludwigshafener Berufsfeuerwehr kontrollierten die Buhnen unter Wasser.

Bereits zehn Tage zuvor waren zwei acht und elf Jahre alte Mädchen in diesem Bereich verunglückt. Die Achtjährige war beim Spielen am Ufer ins Wasser gefallen, die Elfjährige war hinterhergesprungen, um sie zu retten und dabei selbst ums Leben gekommen. Die Leichen der Kinder waren einen und zwei Tage später rheinabwärts gefunden worden. 

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