Metropolregion

Gedenken Stiller Zug zum Wormser Tatort / Vorfall bei ökumenischem Gottesdienst

500 Menschen trauern nach Verbrechen

Worms.Rund 500 Menschen haben an einem Trauermarsch durch das Wormser Nordend teilgenommen und einer 21-Jährigen gedacht, die vier Tage zuvor mutmaßlich von ihrem Freund erstochen worden war. Der 22-jährige Tunesier hatte sich zeitweise hier aufgehalten und sollte abgeschoben werden. Vor dem anschließenden ökumenischen Gebet am Samstag in der Liebfrauenkirche störte ein 29 Jahre alter Mann mit dem Ausruf „Allahu Akbar“ (Gott ist groß) das Gedenken. Er sei vernommen und entlassen worden, berichtete die Polizei. Morgen will die AfD in Worms eine Mahnwache abhalten. Dagegen hat das „Bündnis gegen Nazi-Aufmärsche“ einen „stillen Protest“angekündigt. Der Tod der jungen Frau dürfe nicht für politische Zwecke instrumentalisiert werden, so das Bündnis. bjz