Metropolregion

Fasnacht Mehrere Vorfälle bei Umzügen in der Region

Aggressive Zuschauer

Archivartikel

Rhein-Neckar.Die Fasnachtsumzüge in der Region haben am Wochenende nicht nur friedlich feiernde Narren angelockt. In Hockenheim berichtete die Polizei von „teilweise extrem aggressivem Verhalten“ gegenüber Zugteilnehmern und Sicherheitskräften.

Vor allem vielen jugendlichen Besuchern sei es offenbar mehr um den Alkohol als um das närrische Treiben gegangen, hieß es gestern in einer Pressemitteilung. Es kam am Samstagnachmittag alkoholbedingt zu mehreren Körperverletzungen – die Polizei musste Verstärkung anfordern und den Hockenheimer Innenstadtbereich räumen, um die Situation zu beruhigen. Am Bahnhof mussten die Beamten zeitweise den Verkehr abbremsen, um betrunkene Fahrgäste nicht zu gefährden. Zeugen möglicher Straftaten bittet die Polizei, sich unter der Telefonnummer 06205/2 86 00 zu melden.

43 000 Besucher in Frankenthal

Insgesamt zwölf Strafanzeigen registrierte die Polizei am Samstag in Frankenthal – davon handelte es sich in neun Fällen um Körperverletzungen. In Frankenthal waren rund 43 000 Zuschauer zum Umzug gekommen. Die Polizei war mit 69 Einsatzkräften vor Ort. Bewährt hätten sich die mobilen Eingreiftruppen, die gezielt Störenfriede ansprachen und – wenn nötig – in Gewahrsam nahmen, hieß es.

Komplett störungsfrei verlief laut Polizei der Umzug in Maxdorf. Fröhlicher und ausgelassener als im Vorjahr sei es zudem im südpfälzischen Germersheim zugegangen. Arbeit gab es für die Ordnungshüter aber auch hier: Acht Anzeigen wegen Körperverletzung wurden registriert und drei Platzverweise ausgesprochen. Zudem stießen die Beamten auf eine Person mit einem Aufenthaltsverbot. 40 Liter Alkohol wurden vor Ort ausgeleert. fab