Metropolregion

Tradition Rund 120 000 Besucher bei 35. Rheinland-Pfalz-Tag / Festumzug wegen Hitze vorverlegt und verkürzt

Annweiler feiert bunt und laut

Archivartikel

Annweiler.Mit einem Festumzug hat der Rheinland-Pfalz-Tag im südpfälzischen Annweiler am Sonntag einen farbenfrohen Höhepunkt erreicht. In rund 70 Zugnummern brachten Städte und Landkreise, Vereine und Verbände die Vielfalt des Landes zum Ausdruck. Wegen der Hitze wurde der Start des Umzugs um eine halbe Stunde vorverlegt, die Strecke wurde verkürzt. „Es wird trotzdem gefeiert. Die Menschen haben sich auf die Temperaturen eingestellt“, sagte eine Sprecherin der rheinland-pfälzischen Staatskanzlei. „Die Stimmung ist toll.“ Nach dem Umzug ist das dreitägige Fest mit einem Musikprogramm bis zum Abend ausgeklungen.

Die Ausrichtung des Rheinland-Pfalz-Tages in Annweiler würdigte auch den 800. Jahrestag der Verleihung der Stadtrechte. Die 7500-Einwohner-Stadt rechnete bis zum Abschluss mit etwa 120 000 Besuchern. In Worms waren es im vergangenen Jahr rund 320 000. Der Rheinland-Pfalz-Tag 2020 wird vom 19. bis 21. Juni in Andernach stattfinden.

Zum Auftakt der Feierlichkeiten in Annweiler hatte Kulturminister Konrad Wolf (SPD) am Freitag die Vorbereitungen auf die geplanten Ausstellungsprojekte zur Kaiserzeit von Karl dem Großen bis Friedrich Barbarossa vorgestellt. Im „Kaiserjahr“ 2020 soll es neben einer Landesausstellung im Landesmuseum Mainz ab 26. April 2020 auch eine begleitende Schau zu mittelalterlichen Burgen geben, die auf der Stauferburg Trifels in Annweiler gezeigt wird.

„Wir wollen damit die Geschichte vor Ort nachvollziehbar und erlebbar machen“, erklärte Wolf. In keinem anderen Bundesland sei Geschichte noch so klar an Originalschauplätzen nachvollziehbar und erlebbar wie in Rheinland-Pfalz. Dabei nannte er die Dome in Mainz, Worms und Speyer, die Kaiserpfalz in Ingelheim und die Zeugnisse des mittelalterlichen Judentums in Speyer, Worms und Mainz, den sogenannten Schum-Städten, für die 2020 der Antrag auf Aufnahme in das Unesco-Welterbe eingereicht werden soll.

Auch musikalisch hatte der Rheinland-Pfalz-Tag einiges zu bieten. So kamen Tausende Besucher zu den teils prominenten Konzerten auf insgesamt sechs Bühnen – etwa von John Miles, Götz Alsmann, Glasperlenspiel, Eli, Summer Cem oder Kool Savas. lrs/jei