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Astronaut Duke: Verschwörungstheorien über Mondlandung 1969 absurd

Archivartikel

Speyer.Rund 50 Jahre nach der ersten Mondlandung hat der damalige Verbindungsmann der Astronauten im Nasa-Kontrollzentrum, Charles Duke, Verschwörungstheorien als absurd bezeichnet. "Wenn wir die Mondlandung gefälscht hätten, hätten wir das ein Mal gemacht - aber nicht neun Mal", sagte der 83-Jährige am Mittwoch in Speyer mit Verweis auf die insgesamt neun Flüge der USA zum Erdtrabanten.

Sogar der langjährige Rivale der USA bei der Eroberung des Weltalls, die Sowjetunion, zweifele nicht an den Missionen. "Unsere russischen Freunde haben unsere Flüge genau gefolgt", sagte Duke bei einem Besuch im Technik-Museum der Stadt in Rheinland-Pfalz.

Bei Apollo 11, der ersten Mondlandung am 21. Juli 1969, war Duke im Nasa-Kontrollzentrum in Houston der Verbindungsmann der Astronauten, die "Stimme am Boden". Als Astronaut Neil Armstrong seinen berühmten Satz "The Eagle has landed" ("Der Adler ist gelandet") zur Erde funkte, antwortete Duke von dort mit "Roger" ("Verstanden").

"Die Spannung im Kontrollzentrum war enorm groß - als Neil sich nach der Landung meldete, war es, als lasse man die Luft aus einem zum Bersten gefüllten Ballon", erzählte Duke. "Neil hingegen war so gelassen, als stünde er eine Tür weiter." Wohl niemand in Houston habe in diesem Augenblick zuerst an den Sieg über den Rivalen Sowjetunion gedacht. "Wir waren eher stolz, die Aufgabe erfüllt zu haben. Dass wir gelandet waren, war überwältigend", sagte Duke. (dpa)