Metropolregion

Kirche Pandemie großes Thema in Predigten zum Jahreswechsel

Aufruf zu Rücksicht

Archivartikel

Speyer.Zum Jahreswechsel haben die Kirchen in der Pfalz zu mehr gegenseitiger Rücksichtsnahme in der Coronakrise aufgerufen. Ein einfaches Zurück zur sogenannten Normalität werde es nach der Pandemie nicht geben, sagte Christian Schad in seiner letzten Silvesterpredigt als pfälzischer Kirchenpräsident. Trotz aller Klugheit und Intelligenz habe der Mensch erfahren müssen, wie hilflos er gegen die Kräfte der Natur sei. Dennoch sei im vergangenen Jahr auch spürbar geworden, wie heilsam die Kräfte des Beistands und der Hilfe seien. „Das Wagnis des Gottvertrauens kann durch solche Zeichen bei den Menschen Hoffnung und Liebe stärken“, sagte Schad.

Der Speyerer Bischof Karl-Heinz Wiesemann wies auf die positiven Aspekte der Coronakrise hin. Die Welt habe zwar eine Erschütterung erlebt, aber die andere Seite der Wahrheit sei eine Wiedererweckung von Solidarität, große persönliche Leistungen im Gesundheitswesen, in sozialen Einrichtungen oder auch der von der überragenden Mehrheit der Gesellschaft mitgetragene Weg aus Vernunft und Bereitschaft zum Verzicht. Die Krise habe viele berührende Momente, Gesten, Ideen und Taten hervorgebracht, sagte der Bischof. 

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