Metropolregion

Auto-Tuning-Fans an "Car-Freitag" kontrolliert

Archivartikel

Kaiserslautern/Landau.Die Polizei hat am "Car-Freitag", der als Tag der Auto-Tuning-Szene gilt, an mehreren Orten in Rheinland-Pfalz aufgemotzte Fahrzeuge kontrolliert. Die Polizei in der Westpfalz sprach in einer am Samstagvormittag vorgelegten ersten Bilanz von einem "durchaus ruhigen" Tag. Die kontrollierten Fahrer hätten sich alle "einsichtig und kooperationsbereit" gezeigt. "Offenbar machen die schwarzen Schafe der Szene mittlerweile einen großen Bogen um Kaiserslautern", teilte die Polizei mit. In Landau kam es allerdings zu Verkehrsbehinderungen.

Mitglieder der Tuning-Szene führten ihre aufgemotzten Autos auf Parkplätzen in einem Gewerbegebiet vor. Dabei kam es am Abend nach Auskunft der Polizei zu massiven Verkehrsbehinderungen, vorübergehend musste eine Kreuzung gesperrt werden. Bei anschließenden Kontrollen, die sich vor allem auf unerlaubte technische Veränderungen an den Fahrzeugen und zu schnelles Fahren konzentrierten, stellten die Beamten nach Angaben vom Samstag 24 Verstöße fest.

Rund um den Nürburgring waren die Beamten im Einsatz, um etwa Rennen zu verhindern. Bei zehn kontrollierten Fahrzeugen war die Betriebserlaubnis erloschen. Ein Pkw musste abgeschleppt werden. Einen weiteren Fahrer erwartet eine Strafanzeige wegen Fahrens ohne Führerschein. Aber den ganzen Freitag über hat es nach Erkenntnissen der Polizei keinerlei Rennen oder andere illegale Fahrten gegeben.

Auch im Norden des Bundeslandes gab es in der Region um Betzdorf (Kreis Altenkirchen) Sonderkontrollen, die wegen der Saisoneröffnung der Motorradfahrer auch auf Zweiräder ausgedehnt wurden. Laut Mitteilung vom Samstag wurden dabei mehrere Verstöße festgestellt; so gab es zwei Strafanzeigen wegen Fahrens ohne Führerschein. Auch Ordnungswidrigkeiten wie das Erlöschen der Betriebserlaubnis wegen Veränderung der Abgasanlage wurden geahndet.

Viel Polizei war am Karfreitag auch rund um den Nürburgring unterwegs, wohin geschätzte 20 000 Besucher zum Auftakt des langen Osterwochenendes strömten. Wegen des großen Andrangs gab es zwar mehrere Staus und Behinderungen rund um die legendäre Eifel-Rennstrecke. Doch konnte die Polizei nach eigenen Angaben dank ihrer starken Präsenz und der "konsequenten Ahndung von Verkehrsverstößen riskante und gefährliche Fahrmanöver" im Umfeld der Rennstrecke von vornherein verhindern oder zumindest ahnden. Insgesamt gab es zwölf Unfälle, bei denen sieben Personen leicht verletzt wurden. (dpa/lrs)