Metropolregion

Grünstadt Klage gegen „alla hopp!“-Anlage erfolgreich

Bauerlaubnis durch Gericht aufgehoben

Archivartikel

Mit einem Urteil vom Freitag hat das Verwaltungsgericht Neustadt an der Weinstraße die Baugenehmigung für die „alla hopp!“-Anlage in Grünstadt aufgehoben. Der Grund dafür sei unter anderem, dass der Lärmschutz nicht eingehalten werde. Bereits kurz nach Eröffnung im August 2017 hatten die Besitzer eines Reihenhauses nordöstlich der Anlage gegen die Baugenehmigung geklagt, weil besonders Jugendliche, die spätabends Alkohol auf der Anlage tranken, für „unzumutbaren Lärm“ sorgten, wie das Verwaltungsgericht in einer Mitteilung schildert. Demzufolge hielten sich die Besucher des Areals regelmäßig nicht an die Benutzungssatzung, in der die Öffnungszeiten von werktags 7 bis maximal 22 Uhr sowie am Wochenende von 9 bis 22 Uhr festgelegt sind.

Eine Schallmessung im September 2018 hatte den Angaben nach ergeben, dass bei einer Nutzung der Anlage durch etwa 150 Kinder die einschlägigen Immissionshöchstwerte in der Ruhezeit überschritten würden. Daraufhin wurden die Besuchszeiten am Werktag um zwei Stunden auf 20 Uhr gekürzt. Dennoch habe sich die Situation für die Anwohner nicht gebessert, so dass sie im August 2019 Klage zum Verwaltungsgericht Neustadt erhoben.

Berufung möglich

Die 4. Kammer befand, dass die Baugenehmigung, die die Kreisverwaltung Bad Dürkheim im Januar 2017 für den Spielplatz erteilt hatte, zu unbestimmt sei. So müsse etwa das gestattete Ausmaß der Geräuschimmissionen durch Inhalts- oder Nebenbestimmungen festgelegt werden – diese biete die Baugenehmigung der „alla hopp!“-Anlage in Grünstadt jedoch nicht. Vier Wochen lang kann noch Berufung beim Oberverwaltungsgericht Rheinland-Pfalz beantragt werden.

Für eine Stellungnahme waren zunächst weder das Verwaltungsgericht noch die Stadt Grünstadt zu erreichen. Eine Reaktion der Dietmar Hopp Stiftung auf eine Anfrage dieser Redaktion steht noch aus. 

Info: Umfrage zu Kinderlärm unter www.morgenweb.de/ihre-meinung

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