Metropolregion

Behörden in der Südpfalz untersuchen Hintergründe von Masernausbruch

Archivartikel

Landau/Boppard.Angesichts der Fälle von Masern in der Region hat die Kreisverwaltung Südliche Weinstraße die Bevölkerung zur Überprüfung des Impfschutzes aufgerufen. Sollte kein Impfschutz vorhanden oder der Impfpass nicht auffindbar sein, sollte eine Impfung erwogen werden, teilte die Behörde in Landau am Mittwoch mit.

"Aktuell sind dem Gesundheitsamt Landau - Südliche Weinstraße 13 bestätigte Fälle bekannt", hieß es. Die Erkrankten sind demnach zwischen 21 und 59 Jahre alt. Im vergangenen Jahr lag die Zahl nach Angaben der Kreisverwaltung Südliche Weinstraße bei neun Fällen.

Das Gesundheitsamt untersuche die Hintergründe des Masernausbruchs, hieß es. Unterstützung komme vom Landesuntersuchungsamt. Die Kreisverwaltung erinnerte, dass schon der Verdacht einer Erkrankung, die beim Arzt festgestellt wird, meldepflichtig sei.

Das Landesuntersuchungsamt hatte am vergangenen Freitag von einer Häufung in der Südpfalz gesprochen. Der Ausbruch gehe über das gewohnte Maß hinaus, hatte die Behörde mit Sitz in Koblenz mitgeteilt. Ausbrüche geschehen, wenn das Masernvirus auf eine größere Gruppe empfänglicher Menschen trifft - die weder geimpft sind noch durch Kontakt mit dem Erreger eine natürliche Immunität erworben haben. Landesweit sprach das Landesuntersuchungsamt am vergangenen Freitag von 19 bestätigten Fällen von Masern seit 1. Januar 2019.

Die Kreisverwaltung Rhein-Hunsrück-Kreis rief vor dem Hintergrund der vermehrten Masern-Erkrankungen im südlichen Rheinland-Pfalz zur Überprüfen des Impfschutzes auf. Masern seien hochgradig ansteckend und vor allem für Kinder und Schwangere gefährlich, hieß es. Sie könnten lebenslang bleibende Schäden hinterlassen. Zuletzt war angesichts einer erneuten Häufung von Masern-Fällen in Deutschland eine neue Debatte um die Einführung einer Impfpflicht entbrannt.

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