Metropolregion

RNV Arbeitgeber und Verdi einigen sich auf Tarifabschluss

Beschäftigte erhalten mehr Geld

Archivartikel

Rhein-Neckar.Die rund 2200 Beschäftigten der Rhein-Neckar-Verkehr GmbH (RNV) in Mannheim, Heidelberg und Ludwigshafen erhalten ab April 2021 mehr Geld. In der fünften Verhandlungsrunde zwischen der Gewerkschaft Verdi und den Arbeitgebern wurde am Samstag eine Einigung erzielt, wie beide Seiten bestätigten. Arbeitgeber und Gewerkschaft einigten sich darauf, den Gehaltsabschluss des öffentlichen Dienstes in weiten Teilen zu übernehmen und in manchen Punkten noch etwas aufzustocken.

Laut Verdi-Pressemitteilung erhalten die Arbeitnehmer ab April 1,4 Prozent mehr Gehalt, mindestens aber 60 Euro und in den unteren Gehaltsklassen 70 Euro mehr. Im April 2022 soll eine weitere Erhöhung um 1,8 Prozent folgen. Für Auszubildende gibt es in den nächsten zwei Jahren je 25 Euro mehr. Darüber hinaus konnten sich Verdi und die Arbeitgeber auf eine einmalige Corona-Prämie von 700 Euro für die RNV-Beschäftigten einigen, Azubis erhalten 300 Euro. Einen Verhandlungserfolg verbuchte die Arbeitnehmerseite auch beim Thema Urlaubs- und Weihnachtsgeld: Das zusätzliche Entgelt wird von jeweils 50 auf 80 Prozent des Bruttolohns angehoben.

Verhandlungsführer zufrieden

Verdi-Verhandlungsführer Andreas Schackert zeigte sich zufrieden mit dem Tarifabschluss: „Alle unteren Entgeltgruppen profitieren von der nachhaltigen sozialen Komponente. Wir sind überzeugt, dass wir den ÖPNV in Mannheim, Heidelberg und Ludwigshafen mit diesem Abschluss stärken.“ Bereits eine Woche zuvor hatten die Tarifpartner eine Einigung für 6400 Beschäftigte mehrerer kommunaler Verkehrsbetriebe in Baden-Württemberg erzielt. Für die Beschäftigten der RNV war gesondert verhandelt worden, weil ein Haustarifvertrag vorliegt. Mehrmals hatte die RNV in den vergangenen Wochen gestreikt. (mit dpa)

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