Metropolregion

Umzüge Polizei bremst randalierende Narren

Betrunkene beleidigen Beamte

Rhein-Neckar.Rund 200 000 Zuschauer haben die elf Fasnachtsumzüge im Rhein-Neckar-Kreis besucht, dabei ist es nach Polizeiangaben relativ friedlich geblieben. Bei den anschließenden Feiern hatten die Beamten dagegen alle Hände voll zu tun. Ein ähnliches Bild ergibt sich in der Pfalz, wo aber insgesamt deutlich weniger Ausraster aktenkundig geworden sind.

Nach dem von 100 000 Menschen besuchten Umzug in Heidelberg randalierten den Angaben zufolge 100 Menschen auf dem Bismarckplatz. Die Beamten erteilten 18 aggressiven Betrunkenen einen Platzverweis und nahmen elf in Gewahrsam. Zwei „Narren“ wehrten sich gegen ihre Festnahme, vier weitere fielen wegen Körperverletzungen auf.

In Schwetzingen sorgten nach dem von 30 000 Menschen besuchten Umzug mehrere alkoholisierte Jugendgruppen für zahlreiche Straftaten. Da ein Großteil der Störenfriede aus dem Umland angereist sei, entwickelte sich der Bahnhofsvorplatz zum Einsatzschwerpunkt. Nach mehreren Schlägereien sei er komplett geräumt worden. 17 Personen habe man vorläufig festgenommen, weil sie völlig betrunken waren oder randalierten, 13 weitere kassierten einen Platzverweis. Bei dem Einsatz seien zwei Beamte verletzt und sieben beleidigt worden.

Pfälzer Partys meist friedlich

Bei den Vorderpfälzer Umzügen in Mutterstadt (rund 15 000 Besucher) und Waldsee (8000 Besucher) ist es laut Polizei friedlich geblieben. Lediglich ein 23-Jähriger schlug beim Faschingstreiben in der Waldseer Kulturhalle dermaßen über die Stränge, dass er festgenommen werden musste. In Mutterstadt wollte ein 74-jähriger Autofahrer die Sperrung der Umzugsstrecke nicht akzeptieren und beleidigte deshalb die Beamten.