Metropolregion

Unfall Schwerlastwagen fängt auf der B 3 bei Nußloch Feuer / Behinderungen durch Vollsperrung bis in den Abend

Brennendes Kranfahrzeug sorgt für Stau

Archivartikel

Rhein-Neckar.Der Brand eines 60 Tonnen schweren Kranfahrzeugs hat gestern einen Großeinsatz der Feuerwehr ausgelöst und für enorme Verkehrsbehinderungen im Rhein-Neckar-Kreis gesorgt. Der Koloss hatte gegen 8.30 Uhr auf der B 3 bei Nußloch Feuer gefangen und war in kürzester Zeit in Flammen aufgegangen. Nach Angaben der Polizei ließ der Fahrer den Lkw auf dem Seitenstreifen in Richtung Wiesloch ausrollen, als er den Brand bemerkte. Er konnte das Führerhaus gerade noch unverletzt verlassen, bevor das Fahrzeug lichterloh brannte.

„Durch die enorme Hitze sind zwei Reifen explodiert“, erklärt ein Polizeisprecher. Der Knall sei noch in zwei bis drei Kilometern Entfernung deutlich zu hören gewesen, sagt eine Mitarbeiterin dieser Zeitung, die am Morgen auf den Wieslocher Wiesen mit ihrem Hund unterwegs war. „Am Himmel war eine große Rauchsäule zu sehen und es hat gestunken“, berichtet sie.

35 Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren Nußloch, Sandhausen und Leimen sind laut Polizei in der Folge im Einsatz gewesen, um den brennenden Schwerlastkran zu löschen. Gegen 9.30 Uhr sei das Feuer schließlich aus gewesen.

Zur Unfallaufnahme wurde die B 3 in beide Richtungen voll gesperrt. Eine Spezialfirma musste anrücken, um die Bergung des Fahrzeugs zu planen. Mit einem weiteren Schwerlastkran wurde der 60-Tonner am Nachmittag schließlich abtransportiert. Da sich diese Arbeiten und die Reinigung der Fahrbahn als sehr aufwendig erwiesen, blieb die B 3 lange dicht, erst gegen 19.30 Uhr wurde sie – mit Geschwindigkeitsbeschränkungen – wieder freigegeben.

Zuvor wurde „der Verkehr an den Anschlussstellen Nußloch/Walldorf und Leimen-Süd abgeleitet“, sagte der Polizeisprecher. Bereits am Vormittag staute sich an den Ausleitungen der Verkehr. Im Laufe des Tages kam es zu erheblichen Behinderungen rund um Heidelberg. Bei dem Unfall entstand nach Polizeiangaben ein Sachschaden von 800 000 Euro.