Metropolregion

Streik in Mannheim, Ludwigshafen, Heidelberg RNV-Angestellte protestieren am Freitag

Busse und Bahnen der rnv stehen still

Archivartikel

Rhein-Neckar.Wegen eines Warnstreiks sind am Freitag Busse und Bahnen in Heidelberg, Mannheim und im rheinland-pfälzischen Ludwigshafen in den Depots geblieben. "Der städtische Verkehr ist dort heute stillgelegt", sagte Andreas Schackert, Verhandlungsführer der Gewerkschaft Verdi, am Freitag.

Wie die rnv am Donnerstag mitteilte, bleiben auch die Mobilitätszentralen in Mannheim, Ludwigshafen und Heidelberg streikbedingt am Freitag geschlossen. Auch Schülerverkehre, welche die rnv im städtischen Auftrag erbringt, sind betroffen.

Der Streik wird von 3 Uhr freitagmorgens bis zum Schichtwechsel in der Nacht von Freitag auf Samstag andauern, wie ein Verdi-Sprecher bestätigte.

Das Unternehmen Rhein-Neckar-Verkehr (RNV) habe einen eigenen Tarifvertrag, der für 2200 Beschäftigte in Heidelberg, Mannheim und Ludwigshafen gilt. Verdi fordert unter anderem Entlastungstage, bessere Überstundenregelungen sowie eine Anhebung des Urlaubsgeldes.

Für die rund 6400 Beschäftigten der kommunalen Verkehrsunternehmen in Stuttgart, Karlsruhe, Baden-Baden, Freiburg, Konstanz, Esslingen und Heilbronn waren am Freitag Gespräche in der Landeshauptstadt geplant. Um Druck auf die Verhandlungen auszuüben, wurden in Heilbronn und Stuttgart Werkstätten und Servicebereiche bestreikt. In Stuttgart fuhren am Freitag einzelne Linien der SBB nicht, sagte Schackert. Verdi fordert die normalerweise übliche Übernahme des Tarifabschlusses im öffentlichen Dienstes, die in diesem Jahr noch nicht erfolgt ist.

Für den RNV gilt nach Angaben des Arbeitgeberverbands Nahverkehr, dass die Tariferhöhung aus dem Bezirkstarifvertrag für die kommunalen Nahverkehrsbetriebe in Baden-Württemberg übernommen werden. mics/dpa

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