Metropolregion

Freizeit Veranstalter stornieren Termine und Kultureinrichtungen schließen / Hölderlin-Wochenende fällt aus

Corona-Absagewelle rollt über die Region

Archivartikel

Rhein-Neckar.Von Friedrich-Ebert-Haus bis Veterama: Eine Absage nach der anderen landete gestern im Maileingang dieser Redaktion. Vor dem Hintergrund der steigenden Zahl von Coronavirus-Infizierten werden Veranstaltungen abgesagt oder verschoben und bleiben Kultureinrichtungen genauso wie die Schulen und Kitas vorerst geschlossen.

Die Stadt Heidelberg hat das Jubiläumswochenende zum Hölderlin-Jahr vom 20. bis 22. März abgesagt. Geplant waren unter anderem Lesungen und Inszenierungen an der Alten Brücke sowie auf dem Musikfrachter zum Beethovenjahr. Das teilt die Stadt auf ihrer Internetseite mit. Friedrich Hölderlin ist vor 250 Jahren geboren worden und hat Heidelberg mit seiner „Ode“ weltweit als romantische Stadt bekannt gemacht.

Oldtimerfreunde trifft es genauso wie die Fans klassischer Musik: Die vom 3. bis 5. April geplante Veterama auf dem Hockenheimring ist abgesagt – und auch der „Heidelberger Frühling“, für den wegen der Stadthallen-Sanierung gerade ein Festivalzentrum auf dem Uniplatz aufgebaut wurde, kann nicht stattfinden. Das Heidelberger Theater geht ebenfalls in eine Corona-Pause.

Hockenheim schließt die Türen der Veranstaltungsorte Stadtwerke, Pumpwerk, Stadtbibliothek, Aquadrom und JUZ. Eine für 23. März geplante Bürger-Infoveranstaltung „Weiterentwicklung Hockenheimring“ wird vertagt. Bis 30. April bleiben Freizeiteinrichtungen in Worms geschlossen. Das Historische Museum der Pfalz in Speyer empfängt „bis auf Weiteres“ keine Besucher mehr. Bis einschließlich 13. April sagt die BASF alle Veranstaltungen in Ludwigshafen ab. Das Gesellschaftshaus, die Konferenzzentren, Schülerlabore und das Besuchszentrum sind betroffen. Im Storchenzentrum im südpfälzischen Bornheim freute man sich am Freitag noch über das erste Ei im Nest – um dann die gesamte Anlage und die Ausstellung schließen zu müssen.

In der Halle 02 in Heidelberg gibt es vorerst keine öffentlichen Veranstaltungen mehr, teilte Geschäftsführer Thorsten Scholl am Freitagnachmittag mit. Bereits am Morgen schickte die Stiftung der Friedrich-Ebert-Gedenkstätte den Hinweis, dass alle Führungen und Vorträge gestrichen sind beziehungsweise verlegt werden sollen. „Bis auf Weiteres werden im Karlstorbahnhof keine Veranstaltungen mehr stattfinden“, informiert auch Tobias Breier. Der für den Samstag, 21. März, geplante Infotag des Amtsgerichts für Eltern und Interessierte im Heidelberger Justizzentrum ist storniert. Das Mathematik-Informatik-Station (MAINS) in der Kurfürsten-Anlage 52 ist zu. Auch das Deutsch-Amerikanische Institut (DAI) in Heidelberg sagt „aufgrund der sich zuspitzenden Entwicklung hinsichtlich des Coronavirus“ ab sofort bis einschließlich Sonntag, 19. April, alle Veranstaltungen ab. Ebenso schließen die Internationalen Kindergärten des DAI.

Das Hasenleiser-Bad in Heidelberg Kirchheim/Rohrbach bleibt ab Samstag, 14. März, geschlossen, Als Grund für die Schließung wird indes nicht die Infektionsgefahr genannt – sondern krankheitsbedingte Ausfälle des Personals.


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