Metropolregion

Lüftung im Klassensaal

Corona-Unterricht: Baldauf fordert Frankenthaler Schüler zu Temperaturmessungen auf

Archivartikel

Frankenthal.Um die Frage der Lüftung von Klassensälen ist in der Pfalz und im ganzen Bundesland ein Streit entbrannt. Die Frankenthaler Andreas-Albert-Berufsschule hat deshalb einen offenen Brief an Bildungsministerin Stefanie Hubig geschrieben, der auf der Schul-Homepage nachzulesen ist. Hier spricht sich die Schülervertretung gegen einen Präsenzunterricht nach den Silvesterfeierlichkeiten aus.

Während des rheinland-pfälzischen Wahlkampfes hat sich am Donnerstag auch der Frankenthaler Landtagsabgeordnete und CDU-Spitzenkandidat Christian Baldauf in die Diskussion eingemischt. Er reagierte auf das Interview, das Ministerin Hubig am Dienstag im Heute Journal gegeben hatte. Hubig vertrat dort den Standpunkt, dass regelmäßiges Stoßlüften das Mittel sei, um die Schüler vor Infektionen zu schützen. Eine flächendeckende Anschaffung von Lüftungssystemen lehnte sie dort weiter ab.

"Gefahr von Erkältungen"

Stattdessen lasse sie die Schüler alle 20 Minuten bei geöffneten Fenstern im Kalten sitzen, so Baldauf, der die Schüler seiner Stadt unterstützt. Streit gibt es um die Frage, wie stark die Temeperatur beim Stoßlüften absinke. Deshalb fordert der CDU-Mann nun alle Schüler auf, mit eigenen Thermometern Messungen vorzunehmen. Temeperaturen in Klassenzimmern, die zwischen 12 und 18 Grad schwankten, bedeuteten akute Erkältungsgefahr, sagt er.  Hubig dagegen findet, das Öffnen der Fenster alle 20 Minuten sei „auch bei frostigen Temperaturen kein Problem“. Schüler und Lehrer bräuchten nicht mit Mütze, Schal und Winterjacke im Saal zu sitzen – die Temperatur steige nach dem Lüften sofort wieder an.

Die Schüler aus Frankenthal schreiben: „Uns erscheint es unverantwortlich, unsere Schule am 4. Januar zu öffnen.“ Baldauf fordert, Schülern auch das Angebot des Videounterrichts zu machen.