Metropolregion

Kreistag Corona schlägt sich in Etat deutlich nieder

Dickes Minus im Haushalt

Rhein-Neckar.Der Rhein-Neckar Kreis plant für das Jahr 2021 mit einem deutlich negativen Haushalt. „Erstmals in der Geschichte des doppischen Kreishaushalts lege ich Ihnen heute einen nicht ausgeglichenen Haushalt mit einem zweistellig negativen Ergebnis von minus 16 Millionen Euro vor“, sagte Landrat Stefan Dallinger (CDU) am Dienstag in der Sitzung des Kreistags in Angelbachtal. Der Grund für das deutliche Defizit des Entwurfs liege in den Auswirkungen der Corona-Pandemie begründet. Schließlich stelle diese sowohl finanziell wie auch organisatorisch einen gewaltigen Kraftakt dar, so Dallinger. Nicht zuletzt unter dem Eindruck der anhaltenden Pandemie hat der Landrat im Haushaltsentwurf die finanzielle Unterstützung der kreiseigenen GRN-Kliniken vorgesehen, darunter des Ausgleich des Defizits von 6,3 Millionen Euro, Zuschuss zu baulichen Investitionen über drei Millionen Euro und 1,5 Millionen für Digitalisierungsprojekte.

Trotz Ergebnisminus soll der Hebesatz der Kreisumlage um 0,75 Prozentpunkte gesenkt werden, um die Kommunen zu entlasten. Zugleich sind Kredite in Höhe von 5,7 Millionen Euro geplant. Die Finanzplanung sieht bis 2024 eine Nettoneuverschuldung von 8,6 Millionen vor.

Gleichwohl gewinnt der Landrat dem Haushalt auch seine positiven Seiten ab. So wirke sich die Grundgesetzänderung über die Kosten der Unterkunft aus. Weil sich der Bund künftig zu 75 Prozent an Miete und Nebenkosten von Bedürftigen beteiligt, entlastet dies das Budget des Kreissozialamts um rund zehn Millionen Euro. 

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