Metropolregion

Mordprozess Im Gerichtssaal kochen die Emotionen hoch

Ehefrau beschimpft Angeklagten

Frankenthal.Der Prozess um die tödlichen Messerstiche vor dem Frankenthaler Ostparkbad im Januar 2018 ist gestern vor dem Frankenthaler Landgericht in üble Beleidigungen seitens der Ehefrau des Opfers gegen den Angeklagten ausgeartet. Auslöser war, dass die Kammer nicht, wie von der Frau gewünscht, zahlreiche Sprachnachrichten und Chatverläufe des Angeklagten im einzelnen durchgehen wollte. „Ich habe da keine Lust drauf und mache das jetzt auch nicht mehr“, sagte der Vorsitzende Richter Karsten Sauermilch, als vor lauter türkischer Sprachnachrichten niemand im Gerichtssaal mehr durchzublicken drohte. „Ich begebe mich hier nicht auf Nebenschauplätze.“ Darauf reagierte die Nebenklägerin empfindlich und warf dem 26 Jahre alten Türken auf der Anklagebank lauthals Schimpfwörter an den Kopf, von denen „Bastard“ noch das harmloseste war. „Das ist die Sprache, die du verdienst“, sagte die Frau voller Hass. Der Angeklagte raunte daraufhin seinem Anwalt zu: „Sehen Sie, ihr Mann war genauso.“

Dem Ludwigshafener wird vorgeworfen, seinen 51-jährigen Kontrahenten am Abend des 8. Januar 2018 mit mehreren Messerstichen vor dem Ostparkbad getötet zu haben. Am 20. März sollen die Plädoyers in dem Prozess erfolgen. jei