Metropolregion

Rauschgift-Prozess am Amtsgericht Frankenthal 

Ehemaliger Olympiasieger im Ringen soll Teil einer Bande gewesen sein

Zum Auftakt des Prozesses am Amtsgericht Frankenthal gegen einen ehemaligen Olympiasieger im Ringen aus Ludwigshafen und zwei weitere Männer im Alter von 63 und 70 Jahren hat die Staatsanwaltschaft Frankenthal den drei Angeklagten bandenmäßigen Anbau und Handel von Rauschgift in insgesamt vier Fällen vorgeworfen.

Der 61-jährige Olympiasieger soll gemeinsam mit seinen beiden Mitangeklagten im Zeitraum zwischen Oktober 2017 und April 2018 Rauschgift in einem Haus im badischen Östringen angebaut und verkauft haben. Bei einer Razzia im April diesen Jahres wurden in dem Haus in Östringen und einem weiteren Haus im rheinland-pfälzischen Weisenheim am Sand insgesamt 15 Kilogramm Marihuana sichergestellt. Außerdem wurde eine Plantage in dem Östringer Haus entdeckt. Dabei konnten mehr als 800 Pflanzen unterschiedlichen Reifegrades konfisziert werden. Der 61-Jährige und der 63-Jährige wurden außerdem im Januar 2018 bei der Übergabe von ungefähr 1,3 Kilogramm Marihuana in Mutterstadt an eine weitere Person beobachtet.

Das Trio befindet sich seit der Festnahme im April diesen Jahres in Untersuchungshaft. Der Ex-Olympiasieger sitzt in der Justizvollzugsanstalt Zweibrücken. Der Staatsanwaltschaft zufolge gehe es in dem Verfahren darum, die Bildung einer Bande nachzuweisen. Dies habe Einfluss auf die Höhe der Strafe. Den Männern drohen dann Haftstrafen von mindestens fünf Jahren. (obit)