Metropolregion

Verkehr Entscheider wollen Mobilitätskonzept schnüren

Ein Pakt für die Region

Rhein-NEckar.Die Region will mit Blick auf die kritische Verkehrssituation rund um die Ludwigshafener Hochstraßen einen Mobilitätspakt auf den Weg bringen. Dies meldete der Verband Region Rhein-Neckar am Freitag. Beteiligt sind die Städte Ludwigshafen, Mannheim, die Industrie- und Handelskammern Pfalz und Rhein-Neckar, die BASF und die Träger des Öffentlichen Nahverkehrs. Die Länder Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz sollen eng eingebunden werden, so die Absichtserklärung des Verbands.

Der Pakt werde ein umfassendes Konzept für die Mobilitätsanforderungen der Region beinhalten, und zwar mit kurz-, mittel- und langfristigen Maßnahmen. Der Verband Region Rhein-Neckar agiere hier aufgrund seiner Koordinationsfunktion auf Basis des Staatsvertrags. Die konkreten Entscheidungen über die Umsetzung der Maßnahmen werde aber letzten Endes bei den Städten, Ländern, Bund und Trägern des Öffentlichen Nahverkehrs liegen, so ein Verbandssprecher.

Konzentration auf Kernraum

Ein solcher Mobilitätspakt habe den Vorteil, dass eine ganzheitliche Betrachtung des Bedarfs über alle Verkehrsarten hinweg möglich sei. Räumlich soll er sich auf den Kernraum der Metropolregion konzentrieren. Im Mittelpunkt werde der Bereich im Autobahnring A 6 und A 61 stehen. Thematisch geht es um die Verbesserung der großräumigen Verkehrslenkung, ein betriebliches Mobilitätsmanagement etwa durch flexible Arbeitszeiten oder Jobtickets sowie die Stärkung des Nahverkehrs und Radverkehrs.

Über die Sofortmaßnahmen hinaus sollen die Beteiligten des Mobilitätspaktes langfristig nach vorne blicken und unter anderem auch Fragen klären, ob beispielsweise eine dritte Rheinbrücke im Kernbereich der Metropolregion nötig ist. Forderungen danach waren direkt nach der Sperrung der Hochstraße Süd laut geworden. Es hat sich aber auch bereits Protest dagegen formiert. Schon vor mehr als zehn Jahren hatte es diesen Streit gegeben. Die Pläne waren jedoch zur Seite gelegt worden, nachdem Hochrechnungen von sinkenden Einwohner- und Wirtschaftszahlen ausgegangen waren. Das Gegenteil trat schließlich ein. 

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