Metropolregion

Einigung im Prozess um angeblichen Sex in Umkleidekabine

Sinsheim.Die "Badewelt" Sinsheim hat sich vor Gericht mit einem Paar geeinigt, das in einer Umkleidekabine des Bades Sex gehabt haben soll.

Die Parteien hätten sich auf ein fünfjähriges Hausverbot für das Paar und Stillschweigen über das Geschehen in der Kabine geeinigt, sagte ein Sprecher der Wund-Unternehmensgruppe, zu dem die "Badewelt" gehört, am Montagnachmittag. 

Das Bad hatte das Paar angeklagt, im Dezember vergangenen Jahres in einer Kabine Sex gehabt zu haben. Die beiden hatten das stets bestritten. Die einvernehmliche Einigung sieht nun vor, dass das Paar die "Badewelt" bis zum 9.4.2023 nicht mehr betritt und das Bad sich dafür nicht weiter zu den Handlungen in der Kabine äußert. Die Anwaltskosten trägt jede Partei selbst, die Gerichtskosten werden geteilt. Laut dem Amtsgericht will das Bad gegen weitere Paare vorgehen, die in Umkleiden Sex gehabt haben sollen.

Dem Gericht zufolge dürften noch weitere Verfahren um angebliche Liebesspiele in Umkleidekabinen der "Badewelt" folgen. Neben dem Akt an sich geht es demnach in einigen Fällen auch um Vorwürfe, nach denen Dritte belästigt worden sein sollen. Dem Gerichtssprecher zufolge sind es bisher etwa zehn verschiedene Verfahren; möglicherweise könnten es noch mehr werden.

Die zwischen Heilbronn und Heidelberg gelegene "Badewelt" begrüßt Besucher ihrer Internetseite mit "Willkommen im Paradies" und wirbt unter anderem mit mehr als 400 echten Südseepalmen und türkisblauen Lagunen. Das Logo der Thermen- und Badewelt erinnert an das Gemälde "Die Geburt der Venus" von Sandro Botticelli.