Metropolregion

"Matapaloz" Reibungsloser Auftakt des Festivals mit den Böhsen Onkelz / Veranstalter spricht von 65 000 Fans

Endzeit-Flair am Hockenheimring

Hockenheim.Bereits am ersten Tag des "Matapaloz"-Festivals am Hockenheimring löst sich vieles von dem ein, das die Frankfurter Rocker der "Böhsen Onkelz" so lange versprochen hatten - und zwar auf musikalischer wie auf Zuschauerseite. Denn nach einer Anreise, die Sicherheitsbehörden und Polizei einhellig als "vorbildlich" loben, sind mehr als 65 000 Fans längst nicht nur versammelt, um "ihre Band" zu feiern. Bereits in den frühen Mittagsstunden laufen die Massen übers Gelände und erkunden die Händler-Stände, während auf der morbide anmutenden Bühne "Hatebreed" das Festival mit einer krachenden Hardcore-Breitseite eröffnen.

Doch das "Matapaloz" hat mit seinem Endzeit-Flair noch viel mehr zu bieten. Ein wenig abseits der vielen tausend Watt hat sich ein selbst ernanntes Dorf der Wahnsinnigen etabliert, das nur darauf wartet, seinesgleichen anzuziehen. Denn während "Five Finger Death Punch" mit ihrem Kung-Fu-Metal auf der Bühne stehen, haben einige mutige Entschlossene ihre Tattoo-Termine längst gemacht, während andere schon Platz genommen haben, um sich von internationalen Stars der Szene ein "unsterbliches Andenken" bescheren zu lassen. Vor Schmerzen verzerren die wenigsten das Gesicht.

Nein, es sind auch die Freakshows wie die "Swing Shift Side Show", bei der sich Metall mühelos durch die Haut bohrt, ohne dass dabei auch nur mit der Wimper gezuckt würde. So darf man an diesem Tag auf dem Ring das Staunen lernen - und das, obwohl die "Onkelz" noch nicht einmal die Bühne betreten haben. mer