Metropolregion

Spargel Fachkräftemangel und Preisdruck trüben Bilanz

Erzeuger mit Saison mäßig zufrieden

Archivartikel

Rhein-Neckar.Die Spargelbauern in der Metropolregion sind mit der zurückliegenden Spargelsaison mäßig zufrieden. Die Wetterbedingungen seien optimal gewesen, sagte der Vorsitzende des Arbeitskreises Spargel Südhessen, Rolf Meinhardt. Sorgen bereite ihm nach wie vor der Preis. Der sei zwar im Vergleich zum Vorjahr gestiegen, decke jedoch nicht die Kosten der Spargelbauern.

„Bundesweit kostete ein Kilo weißer Spargel zwischen April und heute 7,18 Euro“, erklärte ein Sprecher des Verbands Süddeutscher Spargel- und Erdbeeranbauer (VSSE). Im vergangenen Jahr musste der Käufer noch 6,31 Euro zahlen. Die Spargel-Saison endet offiziell am Montag, 24. Juni.

Optimale Wetterbedingungen

Die Erntemengen in Südhessen, Nordbaden und im südlichen Rheinland-Pfalz waren im Vergleich zum Jahr 2018 um etwa zehn Prozent zurückgegangen, teilten die Sprecher der Spargel-Verbände in der jeweiligen Region mit. Aus Sicht der Bauern eine positive Entwicklung: Dadurch habe es nicht erneut enorme Übermengen gegeben und der Spargelpreis sich wieder etwas erholt. Dennoch gehe die Schere zwischen den steigenden Kosten und dem nur langsam steigenden Verbraucherpreis immer weiter auf. Die Gründe für den Kostenanstieg seien unter anderem der permanente Fachkräftemangel und der gestiegene Mindestlohn.

Trotzdem atmen die meisten Spargelbauern nach der schlechten Bilanz des vergangen Jahres auf, wie der Geschäftsführer der Bruchsaler Obst- und Gemüse-Absatzgenossenschaft Nordbaden (OGA), Hans Lehar, mitteilte. Die Zahlen dürften trotz des Ernterückgangs besser ausfallen. In Südhessen wird Spargel auf rund 2000 Hektar angebaut. Im südlichen Rheinland-Pfalz sind es rund 1500 und in Nordbaden 500 bis 600 Hektar.