Metropolregion

Landwirtschaft Erste Frühkartoffeln nur in Pfälzer Hofläden zu haben / Ab Mitte Juni rollen die „Pfälzer Grumbeere“ im Lebensmitteleinzelhandel an

Erzeuger rechnen Ende Mai mit Erntebeginn

Neustadt.Auf den Frühkartoffeläckern in der Pfalz sprießt dichtes Grün. Die Ernte-Vorboten zaubern den rund 300 Erzeugern ein Lächeln ins Gesicht: Das gut ausgebildete Blattwerk ist ein sichtbares Zeichen für das Wachstum im Inneren des Erddamms. Aufgrund der warmen und sonnigen Witterung erfahren die Frühkartoffeln jetzt einen echten Wachstumsschub.

„Wenn das so weitergeht, sind ab Ende Mai die ersten ackerfrischen Knollen in den Hofläden zu haben“, berichtet der stellvertretende Vorsitzende der Erzeugergemeinschaft „Pfälzer Grumbeere“ Hartmut Magin. Da die ersten Exemplare aber noch in geringen Mengen in die Körbe rollen, seien sie ausschließlich für den Direktverkauf in den Hofläden bestimmt.

„Da wir Erzeuger immer mit der Natur arbeiten, ist der Saisonverlauf schwierig vorherzusagen, aber wenn das Wetter weiter mitspielt, kommen ackerfrische Pfälzer Frühkartoffeln deutschlandweit ab Mitte Juni in den Lebensmitteleinzelhandel“, schätzt Magin. „Bei Feinschmeckern sind vor allem die Sorten Annabelle, Berber und Sunita beliebt, weil sie eine hauchfeine Schale und viel Geschmack haben. Diese Frühlingsboten kann man bedenkenlos ungeschält genießen“, macht er Appetit. Zunächst hatte der kalte März die Erzeuger vor besondere Herausforderungen gestellt: „Da es für die ersten vorgekeimten Pflanzkartoffeln – in den mit Folie oder Vlies bedeckten Dämmen – zu kühl war, ist das Wachstum erstmal gebremst worden“, schildert Magin den Saisonstart. Dank warmem, sonnigem April und günstiger Witterung im Mai hätten die Knollen ihren natürlichen Erntevorsprung aber rasch wieder aufgeholt.

Zwischen Speyer und Gimbsheim bei Worms werden dieses Jahr auf rund 4000 Hektar, also etwa 5500 Fußballfeldern, Frühkartoffeln angebaut. Durchschnittlich roden die Landwirte pro Saison 100 000 Tonnen. Die Ernte dauert bis Mitte August.