Metropolregion

Schiffsunglück Nähere Umstände noch aufzuklären

Fährfrau schuldlos

NECKARHAUSEN.Nach dem tragischen Fährunglück von Neckarhausen, bei dem am 29. September ein älteres Ehepaar aus der Region ertrank, ist das Ermittlungsverfahren gegen die Fährfrau mangels Tatverdachts eingestellt worden. Dies teilte die Staatsanwaltschaft Mannheim gestern auf Anfrage mit. Die Frau trifft also keine Schuld.

Eine Sprecherin sagte: „Die Schranke war geschlossen. Wir gehen davon aus, dass der Motor des Fahrzeugs lief.“ Dies sei bei Betrieb des Schiffs nicht zu hören, erklärte ein Fährmann dieser Zeitung. Schilder weisen darauf hin, dass der Motor abgestellt werden muss. Wie das Wasser- und Schifffahrtsamt Heidelberg auf Anfrage mitteilte, entspricht die Ausrüstung der Fähre den technischen Vorschriften. Nach der Einstellung der Ermittlungen gehe man davon aus, dass die Fähre technisch einwandfrei ist, zumal ein gültiges Schiffsattest vorliege. Indes läuft ein Todesermittlungserfahren, um die näheren Umstände des Ertrinkens aufzuklären. Wie berichtet, hatte das einzige Auto auf der Fähre plötzlich einen Satz nach vorne gemacht. Es drückte die Schranke hoch, stürzte in den Neckar und versank. pj