Metropolregion

Fritz-Walter-Erbe Harald Layenberger verhindert Auktion

FCK-Sponsor will Nachlass erhalten

Heidelberg.Diese Nachricht dürfte bei vielen Fußballfans für Erleichterung sorgen: Die umstrittene Versteigerung des Nachlasses der Fußball-Legende Fritz Walter wird nicht wie geplant stattfinden. Der FCK-Hauptsponsor kaufe die gesamten Erbstücke, teilte das mit der Aktion betraute Aktionshaus Kunst und Kuriosa in Heidelberg gestern auf seiner Homepage mit. Weil Sponsor Harald Layenberger die Memorabilien Walters übernehme und sie der Öffentlichkeit zugänglich machen wolle, sei die Auktion abgesagt worden. Bei dem Auktionshaus war zunächst niemand zu erreichen.

Layenberger bestätigte den Kauf auf Nachfrage. „Es ist uns ein Bedürfnis, dass Walters Erbe der Fußballwelt und vor allem den FCK-Fans erhalten bleibt und nicht in die Welt verstreut wird“, erklärte er. Er habe „an allen Fronten gekämpft“, um die Auktion zu verhindern. Der Umgang mit der Erbenfamilie Lutzi und dem Auktionshaus sei vertrauensvoll gewesen. Über den Kaufpreis vereinbarten die Beteiligten Stillschweigen. Da aber bereits „horrende“ Auslandsangebote für einige Positionen vorgelegen hätten, hätten die Parteien im Sinne der Tradition Abstriche in Kauf genommen.

Aktion zum 100. Geburtstag

Wie genau der Nachlass der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden soll, steht noch nicht fest. „Erstmal war es wichtig, die Versteigerung zu verhindern. Wir werden uns mit den entsprechenden Institutionen und Museen austauschen“, so Layenberger. Im Sinn hat er eine Dauerleihgabe. „Gerne würden wir für den 100. Geburtstag von Fritz Walter im kommenden Jahr eine besondere Aktion planen – mit dem Erbe“, so der FCK-Sponsor. Walter wäre am 31. Oktober 2020 100 Jahre alt geworden.

Die Auktion, die für den 16. Februar vorgesehen war, war bei Fans auf auf heftige Kritik gestoßen. Die Erben des Walter-Nachlasses hatten sie damit begründet, dass das Geld benötigt werde, um Kredite abzulösen, die für den Aufbau des Fritz-Walter-Museums in Alsenborn benötigt worden waren. Zuvor seien wegen eines Ankaufs der FCK, das rheinland-pfälzische Innenministerium sowie der DFB kontaktiert worden – ohne Erfolg. jei/jar