Metropolregion

Sturmschäden Ämter raten von Besuchen im Pfälzerwald ab

Förster sehen Lebensgefahr

Bad Dürkheim.Förster im Pfälzerwald raten für die kommenden ein bis zwei Wochen dringend von Besuchen im Wald ab. Schrägstehende, teils entwurzelte Bäume könnten jederzeit umfallen, abgebrochene Äste herunterbrechen. Das Sturmtief Sabine habe den Forst ordentlich durchgerüttelt, warnt etwa das Forstamt Bad Dürkheim.

„Wir sind bislang mit einem blauen Auge davon gekommen“, so Forstamtsleiter Frank Stipp, der mit mindestens 3000 Kubikmetern Schadholz rechnet. Das sind 4000 bis 5000 Bäume. Vor allem die Fichte sei betroffen. Zusätzlich kündigen Meteorologen weitere kräftige Sturmböen in den nächsten Tagen an. „Erholungssuchende sollten ihren Winterspaziergang derzeit lieber in die offene Landschaft verlegen“, warnt Frank Stipp. Derweil spüren die Forstleute deutliche Anzeichen des Klimawandels im Wald und sorgen sich. Die Sturmschäden könnten die Massenvermehrung des Borkenkäfers weiter anheizen. „Jede einzelne Fichte, die wir nicht schnell genug aufarbeiten, bietet einen idealen Brutraum.“ Man befinde sich in einem Wettlauf mit der Zeit.

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