Metropolregion

Frischling im Rucksack

Mit einem ungewöhnlichen Anliegen hat sich ein Wormser an die Polizei im südpfälzischen Edenkoben gewandt: Der Mountainbiker hatte bei einer Tour im Pfälzerwald einen Frischling adoptiert, in seinen Rucksack gepackt und mit in seine Wohnung genommen. Nun wisse er nicht wohin mit dem borstigen Baby. Der Zoo habe den kleinen Kerl nicht haben wollen.

Der Wildschwein-Winzling habe sich zu ihm gesellt, als er einen Reifen reparierte und sei ihm nicht mehr von der Seite gewichen. Aus Angst das Tierchen könne allein im großen Wald nicht überleben, habe er es eingepackt. Nach Rücksprache mit einem Berufsjäger erschien es den Beamten für das Tierwohl am sinnvollsten, das Jungtier an der Fundstelle wieder auszusetzen.

Jägerin als Ersatz-Mama

Also machte sich der Finder samt Frischling auf den Rückweg in die Südpfalz. Unterwegs kamen ihm Zweifel, weil das gestreifte Schweinchen noch die Nabelschnur am Bauch hatte. Da ein Tierarzt deshalb vom Aussetzen abriet, organisierten die Beamten eine Ersatz-Mama. Nun wird eine Jägerin den Frischling mit der Flasche großziehen. Gegen den Finder hat die Polizei - auch wenn er nur Gutes im Sinn hatte - Strafanzeige gestellt: Wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz. Wildtiere aus dem Wald mitzunehmen, ist verboten. sin

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