Metropolregion

Corona-Pandemie Kliniken der Region helfen aus

Fünf Patienten aus dem Elsass

Archivartikel

Rhein-Neckar.In Mannheim und Heidelberg werden insgesamt fünf Corona-Patienten aus Frankreich behandelt. Wie das Wissenschaftsministerium in Stuttgart mitteilte, hat das Universitätsklinikum Mannheim zwei und die Thoraxklinik des Heidelberger Uniklinikums drei Personen aufgenommen. Im französischen Elsass wütet das Virus derzeit besonders schlimm, die dortigen Krankenhäuser haben die Grenzen ihrer Kapazitäten erreicht. Wie berichtet, hatte Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) daher zugesagt, das Nachbarland zu unterstützen. Insgesamt kommen zehn schwerkranke Patienten nach Baden-Württemberg. Die restlichen fünf sind in Freiburg und Ulm untergebracht.

„Ein Zeichen der Solidarität“

Es handelt sich um Personen, die beatmet werden müssen. Im Schnitt sind schwerkranke Corona-Patienten drei bis sieben Tage auf eine Beatmung angewiesen. Die vier beteiligten Universitätskliniken und das Ulmer Bundeswehrkrankenhaus stellen die zehn Plätze befristet zur Verfügung – solange die Beatmungsplätze nicht für Erkrankte der jeweiligen Region benötigt werden. Im Mannheimer Klinikum werden derzeit schon drei Patienten beatmet.

Baden-Württembergs Wissenschaftsministerin Theresia Bauer (Grüne) dankte den Kliniken für die schnelle und unbürokratische Zusage. Aufgrund der getroffenen Vorsorge seien dort derzeit noch Kapazitäten frei. „Deshalb gilt es jetzt zu handeln und Menschenleben zu retten“, so Bauer. „Wir senden damit auch ein Zeichen der Solidarität an unsere französischen Nachbarn. Auch in Europa heißt es: zusammenhalten.“

Auch Rheinland-Pfalz sagt zu

Jean Rottner, Präsident der französischen Region Grand Est, teilte am Sonntag über Twitter ein Foto von den ersten Transfers und dankte den Partnerbehörden. Neben der Schweiz, Luxemburg, Baden-Württemberg und dem Saarland hat auch Rheinland-Pfalz angekündigt, Intensivpatienten aus Frankreich aufzunehmen. Sie sollen in Krankenhäusern der Grenzregion behandelt werden, schrieb das Mainzer Sozialministerium auf Twitter. Die Asklepios Südpfalzklinik in Kandel teilte mit, zwei Patienten aus Straßburg zu übernehmen. 

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