Metropolregion

Gesperrte Hochstraße Süd: Weitere Schäden festgestellt

Bei der Untersuchung der gesperrten Hochstraße Süd in Ludwigshafen sind weitere Veränderungen an den Rissen im Bauwerk festgestellt worden. Das teilte die Stadtverwaltung am Mittwochmittag mit. Weitere Sperrungen, die den Verkehr betreffen, müssten aber nicht vorgenommen werden.

Neben den bereits bekannten Vergrößerungen vorhandener Risse an der "Pilz 12" genannten Stützkonstruktion, seien auch bei den "Nachbarpilzen" 11 und 13 gravierende Rissveränderungen aufgetreten, heißt es in einer Pressemitteilung. Dies bedeute, dass das komplette, aus mehreren "Pilzen" bestehende Bauwerk von den Schäden betroffen ist. Am Mittwochmorgen wurden mittels Kernbohrungen Betonproben entnommen, die nun ausgewertet werden.

Am 22. August war bei Kontrollen im "Pilz 12" festgestellt worden, dass sich vorhandene Risse deutlich vergrößert hatten. Weil die Ursache dafür unklar ist, sperrte die Stadtverwaltung noch am selben Tag aus Sicherheitsgründen das Teilstück "Pilzhochstraße" der Hochstraße Süd für den Verkehr. Auch die Flächen unter dem Bauwerk wurden gesperrt. Zudem veranlasste die Stadt Ludwigshafen eine komplette Überprüfung des Bauwerks.

Voraussichtlich Ende des Monats liegen die Ergebnisse der gutachtlichen Untersuchung der Schäden vor. Dafür analysieren und berechnen Spezialisten die Frage, inwieweit das statische System der "Pilzhochstraße" weiter geschwächt ist. Damit verbunden sind Aussagen über die statische Tragfunktion der "Pilz"-Stütze. Dieses Prüf- und Bewertungsverfahren, das durch externe Fachleute vorgenommen wird, ist nach Angaben der Verwaltung sehr aufwändig und nimmt einige Zeit in Anspruch. Erst dann könne entschieden werden, wie es mit der "Pilzhochstraße" weitergeht.

Die 1,5 Kilometer lange Hochstraße Süd verbindet die A 650 mit der Konrad-Adenauer-Brücke nach Mannheim. Sie wurde vor ihrer Sperrung täglich von 59 000 Fahrzeugen genutzt. Die 1959 errichtete Konstruktion steht auf 27 pilzförmigen Pfeilern - daher der Name "Pilzhochstraße". Die Stützen ruhen auf Fundamentsockeln und Bohrpfählen, davon haben 17 bewegliche Lager.

Zum Thema