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Prozess Nachbar sagt im Verfahren um Explosion in Birkenau aus / 59-jähriger mutmaßlicher Täter soll Interessenten angegangen sein

Gesprengtes Haus: Angeklagter schweigt zu Vorwürfen

Archivartikel

Darmstadt/Birkenau.Im Prozess um die Explosion eines Einfamilienhauses in Birkenau hat ein Zeuge von aggressivem Verhalten des Verdächtigen vor der Tat berichtet. „Der Angeklagte hatte Leute angegriffen, bedroht und beschimpft“, sagte ein 59-jähriger Nachbar gestern beim Prozessauftakt vor dem Landgericht Darmstadt.

Der Hausbesitzer habe Tage vor der Explosion Leute angegangen, die das Haus wegen einer Zwangsversteigerung besichtigen wollten. Bei dem Prozess geht es um ein Einfamilienhaus, das im März am Tag der Zwangsversteigerung explodiert war. Der ebenfalls 59 Jahre alte Bewohner und Besitzer soll es absichtlich gesprengt haben. Er ist wegen schwerer Brandstiftung und Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion angeklagt.

Laut Staatsanwaltschaft soll er in seinem Haus im Ortsteil Löhrbach zehn große und kleine Propangasflaschen sowie Benzin aus mehreren Kanistern verteilt und mit einem selbstgebauten Zeitzünder am Morgen zur Explosion gebracht haben. Dabei habe er in Kauf genommen, dass Gebäude und Personen im Umfeld zu Schaden kommen, sagte die Staatsanwältin: „Es ist dem Zufall zu verdanken, dass es nicht zu Personenschäden kam.“ Der Angeklagte war zwei Tage später festgenommen worden, als er sein Grundstück aufsuchte.

Die Staatsanwältin geht davon aus, dass der 59-Jährige, ein selbstständiger Handwerker, nach der Explosion flüchten wollte. Der Angeklagte äußerte sich beim Prozess weder zu seiner Person noch zur Anklage.

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