Metropolregion

Salierbrücke Bei Abbrucharbeiten stellt sich unerwartet hohe Schadstoffbelastung heraus / Verzögerung soll aufgeholt werden / Verkehrschaos ausgeblieben

Giftige Chlorverbindung im Beton

Speyer.Das befürchtete Verkehrschaos ist ausgeblieben, und doch haben die Verantwortlichen bei der Ertüchtigung der Salierbrücke bei Speyer einige Sorgenfalten auf der Stirn. Der Grund dafür besteht in einer unerwartet hohen PCB-Belastung. PCB steht für Polychlorierte Biphenyle. Dabei handelt es sich laut Chemielexikon um giftige und krebsauslösende Chlorverbindungen.

In Brückenbauwerken sei eine vergleichbare Belastung bisher unbekannt gewesen, teilt Uwe Herzel, Pressesprecher beim Regierungspräsidium Karlsruhe, mit. Aufgrund der Schadstoffbelastung lasse sich das bisher vorgesehene Abbruchverfahren mittels Hochdruckwasserstrahlen nicht wie geplant durchführen. In Zusammenarbeit mit Umweltbehörden werden nun verschiedene Lösungen untersucht. Ein Weg soll nach Darstellung des Regierungspräsidiums eine Wasserfilteranlage sein. Sie könnte das beim bisherigen Abbruchverfahren anfallende Wasser reinigen.

Zu einer Verzögerung der gesamten Maßnahme soll es dabei nicht kommen. „Die Zeitverluste können kompensiert werden“, so Herzel.

Um die Arbeiten nicht unterbrechen zu müssen, erfolgt derzeit ein Teilabbruch unter Vorschneiden und Herausheben größerer Betonstücke.

Erfreulicher als diese Vorgänge ist die Verkehrsentwicklung an sich: Als erstes Fazit der Brückensperrung stellt die Behörde fest, dass das von Teilen der Öffentlichkeit befürchtete Verkehrschaos ausgeblieben ist.

Sperrung wird aufgehoben

Nach Beobachtungen und Anregungen aus der Öffentlichkeit soll nun die Sperrung der Fahrbeziehung von Ludwigshafen in Richtung Baden-Württemberg im Kreuz Speyer versuchsweise aufgehoben werden. Es habe sich gezeigt, dass viele Verkehrsteilnehmer aus Norden kommend nicht die ausgeschilderte Umleitung über die L 532 bei Schifferstadt nutzen, sondern an der Anschlussstelle Speyer-Nord von der B 9 abfahren, um dann gleich in Fahrtrichtung Norden wieder auf die B 9 aufzufahren. Dabei kommt es im Berufsverkehr an der Überleitung von der B 9 auf die A 61 vermehrt zu Rückstaus. Mit der Aufhebung der Sperrung, voraussichtlich ab 8. Februar, soll eine Verbesserung erzielt werden. Weitere Verbesserungen sollen am Pendlerparkplatz auf badischer Seite vorgenommen werden. Er soll nun Schritt für Schritt asphaltiert werden, wenn es die Witterung zulässt. sal