Metropolregion

Herxheim Staatsanwaltschaft prüft Ermittlungsverfahren

Hakenkreuz an Kirchturm

Archivartikel

Herxheim am Berg.Die wegen der „Hitler-Glocke“ bekannte Jakobskirche von Herxheim am Berg ist erneut in den Schlagzeilen – diesmal wegen eines eingemeißelten Hakenkreuzes in der Fassade. Nach der Anzeige eines Mannes beschäftigt das Symbol die Staatsanwaltschaft Frankenthal. Die Behörde untersucht, ob ein Ermittlungsverfahren eingeleitet wird.

Voraussetzung für weitere Maßnahmen sei, dass das Hakenkreuz ohne optische Hilfsmittel sichtbar sei, sagte Behördenleiter Hubert Ströber. „Das Entscheidende ist: Was ist mit bloßem Auge erkennbar.“ Ein Oberstaatsanwalt werde sich die Kirche noch diese Woche ansehen. Wenn es nicht sichtbar sei, bestehe auch kein Tatbestand im strafrechtlichen Sinne.

Anlass ist die Anzeige eines Privatmanns. Er fordert laut Staatsanwaltschaft die Beseitigung des Symbols von der Fassade. Sollte ein Ermittlungsverfahren eingeleitet werden, muss laut Staatsanwaltschaft allerdings erst einmal der Eigentümer des Turms – Kirchengemeinde oder kommunale Gemeinde – eindeutig festgestellt werden. lrs