Metropolregion

Hochstraßen-Spott im Internet: "Über keine Brücke kannst Du geh'n"

Ludwigshafen.Der Spott im Internet über das Hochstraßen-Desaster reißt einfach nicht ab. Nun macht sich auch der Ludwigshafener Comedian und Entertainer Giuseppe Comu über das Thema lustig. Zur Melodie des Karat- und Peter-Maffay-Hits "Über sieben Brücken musst Du geh'n" dichtet der 35-Jährige: "Über keine Brücke kannst du gehn / 15 Jahre musst du überstehen / 15 Jahre wirst du wütend sein / Liebe Grüße aus Ludwigshafen am Rhein". Gesanglich unterstützt wird er dabei von rund 120 Gästen einer Benefizveranstaltung, die am vergangenen Sonntag in der Ludwigshafener Jakobuskirche stattfand.

"Die ganze Geschichte ist eigentlich zum Heulen. Also nehme ich es einfach mit Humor", sagt der Künstler im Gespräch mit dem "Mannheimer Morgen". "Rumheulen bringt ja gar nichts." Comu ist selbst beinahe täglich von der Sperrung betroffen, weil er in Ludwigshafen wohnt und in Mannheim arbeitet. "Das Gedicht ist mir eingefallen, als ich mal wieder im Stau stand." In seinem Facebook-Post mit dem Video appelliert er an Ludwigshafens Oberbürgermeisterin Jutta Steinruck: "Wir brauchen Ihre schnelle Hilfe". Mehr als 110 Mal wurde das Video geteilt, rund 4000 Mal angesehen.

Hier geht es zu dem Video:

„Dann setzt sie sich ein Denkmal“

Auch wenn Comu findet, dass Steinruck nichts für die Situation kann, ist er der Meinung, dass sie die Möglichkeit hat, "das Ganze richtig gut hinzubiegen". Damit es vielleicht doch schneller gehe als über die angesetzten 15 Jahre. "Wenn sie das schafft, glaube ich, setzt sie sich ein Denkmal in Ludwigshafen und bei den Bürgern." Denn für Comu ist eines ganz klar: "Niemand kann 15 Jahre auf eine Brücke warten." Wenn dann auch noch die Kurt-Schumacher-Brücke gesperrt würde, "können wir alle mit Paddelbooten über den Rhein schwimmen - außer wir haben wieder einen heißen Sommer und der Rhein sinkt so tief, dass wir rüber laufen können", witzelt er.

Erst Anfang der Woche ist ein Witz-Video über die Ludwigshafener Hochstraße viral gegangen, in dem sich Cornelia Isselhard und Gerhard Leipold über das Thema lustig machen. Inzwischen wurde es beinahe 100.000 Mal angeklickt.

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