Metropolregion

„Ich habe meine Ehefrau gewürgt - ich war wütend“

Archivartikel

Landau.Der 42-Jährige aus Afghanistan, der sich wegen versuchten Mordes und gefährlicher Körperverletzung vor dem Landgericht Landau verantworten muss, hat gestanden, seine Ehefrau gewürgt zu haben. Laut Anklage soll er den Hals der 35-Jährigen so lange zugedrückt haben, bis diese das Bewusstsein verlor, weil er glaubte, dass sie sich mit einem anderen Mann treffen wollte. Die Kinder des Paares waren dazwischen gegangen und hatten der Mutter die Flucht ermöglicht.

„Ich habe meine Frau gewürgt, ich war wütend. Aber ich wollte sie nicht töten, sonst hätte ich sie  weiter gewürgt, daran hätten mich auch meine Kinder nicht hindern können“, berichtet der Angeklagte. Eigentlich habe er sie nur zur Rede stellen wollen, weil Geld vom gemeinsamen Konto verschwunden sei, die Familie aber dennoch nicht genug zu essen hatte. „Sie hat für ihren Freund eingekauft und gekocht und wir mussten zur Tafel gehen, um überhaupt einmal am Tag eine Mahlzeit auf dem Tisch zu haben“, erzählt der Mann.

Er will gewusst haben, dass seine Ehefrau seit drei Jahren ein Verhältnis mit einem anderen Afghanen hatte. „Auch in unserer Kultur kann man sich scheiden lassen, aber das wollte ich nicht. Jeder macht mal einen Fehler und ich habe gehofft, dass alles wieder in Ordnung kommt.“

Am Vormittag haben auch eine Bekannte des Paares aus Landau sowie die Trierer Freundin ausgesagt, zu der die Ehefrau nach der Attacke geflüchtet war. Allerdings konnten beide Frauen wenig zur Aufklärung beitragen.

„Ich bereue es, dass ich je mit ihnen Kontakt hatte, sie haben mir nur Schwierigkeiten gemacht“, erzählt die 37-Jährige aus Trier, die das Paar in einer Erstaufnahmestelle kennengelernt hatte. Die Frau lüge viel zudem sei sie nicht zu ihr geflüchtet, sondern mit der Erlaubnis ihres Mannes nach Trier gereist. Sie habe das am Telefon mit ihm besprochen. „Er ist immer respektvoll mit mir umgegangen und ich mit ihm - das ist auch heute noch so