Metropolregion

Verkehr Forderung nach einem Gesamtkonzept für die Region

IHK fürchtet Chaos auf den Straßen

Archivartikel

Rhein-Neckar.Investitionen in die Infrastruktur, neue Systeme zur Verkehrslenkung, Umstieg auf den öffentlichen Nahverkehr und eine bessere Koordination von Baustellen – das sind nur einige der Forderungen, mit denen die Vollversammlungen der IHK Pfalz und Rhein-Neckar gegen den drohenden Verkehrskollaps in der Metropolregion vorgehen wollen. Da die Infrastruktur den Anforderungen nicht mehr gewachsen sei, fordern sie die Erstellung eines integrierten Gesamtkonzepts, wie es gestern in einer Mitteilung hieß.

Als Grund für die prekäre Lage sehen die Industrie- und Handelskammern das stark gestiegene Mobilitätsbedürfnis im Personen- und Güterverkehr, mit dem der notwendige Ausbau der Verkehrswege nicht Schritt gehalten habe. „Insbesondere im Straßenverkehr ist die Kapazitätsgrenze längst erreicht, auch weil versäumt wurde, durch eine weitere Rheinquerung südlich von Ludwigshafen und Mannheim Entlastung zu schaffen“, heißt es in der Mitteilung.

Logistikprozesse optimieren

Verschärft werde die Situation durch Bauprojekte, die zu chaotischen Verhältnissen führen würden. Das gelte vor allem für die anstehenden Hochstraßen-Projekte in Ludwigshafen, bei denen es noch viele offene Fragen in Sachen Finanzierung gebe. Vor diesem Hintergrund sieht die IHK alle Akteure und Unternehmen in der Pflicht, Wege zu finden, die Erreichbarkeiten zu gewährleisten. So müssten etwa Kommunen entschärfende Maßnahmen ergreifen, um den Verkehrsfluss zu verbessern. Firmen müssten ihre Logistikprozesse optimieren und Mitarbeitern Anreize bieten, ihr Mobilitätsverhalten zu ändern. Auch im IHK-Wirtschaftsforum am 18. Juni müsse das Thema auf der Tagesordnung stehen. jei