Metropolregion

Tierschutz Veterinäramt ermittelt wegen kranker Welpen

Illegaler Hundehandel

Archivartikel

RHEIN-NECKAR.Das Veterinäramt des Rhein-Pfalz-Kreises ermittelt gegen einen illegalen Hundehändlerring. Das bestätige eine Sprecherin des Kreises gestern auf Anfrage. Laut Informationen der Verwaltung hätten mehrere Käufer in bisher elf bekannten Fällen kranke Welpen mit gefälschten bulgarischen Impfpässen erhalten. Trotz intensiver tierärztlicher Behandlung seien mehrere Tiere verstorben. Wie die Sprecherin mitteilte, trete meist eine Frau aus dem osteuropäischen Raum als Verkäuferin auf.

Die Hunde würden zunächst im Internet angeboten und dann auf Parkplätzen und an „anderen dubiosen Orten“ übergeben. Krank seien die Hunde meist vor allem deswegen, weil sie zu früh von Muttertieren getrennt, nicht geimpft und nicht artgerecht gehalten würden.

Polizei sucht Zeugen

Der Handel dauert nach Informationen der Sprecherin bereits seit Mai 2016 an. Wie weit sich die Händler im Südwesten genau ausgebreitet haben, ist laut der Sprecherin schwer nachvollziehbar, da geschaltete Handynummern nur kurze Zeit aktiv seien und Autonummern bisher nicht identifiziert werden konnten. In diesem Zusammenhang suchen Veterinäramt und Kriminalpolizei nach Zeugen, die sich unter der Nummer 0621/59 0 97 64 bei den Behörden melden können. mer