Metropolregion

Geburtstag Dachverband des pfälzischen Sports im Juli 1949 in Neustadt gegründet / Rund 535 000 Mitglieder in knapp 2100 Vereinen

Im Interesse der Sportler – und das seit 70 Jahren

Archivartikel

Neustadt.Das ehemalige Gasthaus „Zum Engel“ in einem imposanten dreistöckigen Fachwerkhaus mitten im geschichtsträchtigen Neustadter Stadtteil Hambach ist am 23. Juli 1949 – vor nunmehr 70 Jahren – Schauplatz der Gründung des Sportbundes Pfalz gewesen.

Zwölf Sportarten mit 588 Vereinen und 90 153 Mitgliedern von Boxen, Fußball, Handball und Leichtathletik bis zu Schwimmen, Tennis, Turnen und Wintersport fanden sich damals bei diesem „Landessporttag“ zusammen und bildeten mit dem Sportbund Pfalz die erste Dachorganisation des Sports zwischen Rhein und Saar.

Heute ist der Sportbund trotz leicht rückläufiger Mitgliederzahlen ein Gigant: Wenn am 9. September im Saalbau in Neustadt mit einer unterhaltsamen Zeitreise in einer „Jubiläumsgala“ der 70. Gründungstag des „Partners der Vereine und Verbände“ gefeiert wird, kann Präsidentin Elke Rottmüller die Vertreter von über 535 000 Mitgliedern in 2063 Vereinen und 58 Fachverbänden begrüßen – jeder Dritte der rund 1,4 Millionen Pfälzer (genau 35,67 Prozent) ist in einem Sportverein eingeschrieben. Ältester Verein ist die Schützengesellschaft Neustadt von 1485 – größter Club der 1. FC Kaiserslautern mit rund 17 500 Mitgliedern.

In den sieben Jahrzehnten seines Bestehens kam der Sportbund mit insgesamt nur sechs Präsidenten aus. Seit 2018 wird er mit Elke Rottmüller (Limburgerhof) erstmals von einer Frau geführt.

Viele Aufgaben

Die Aufgaben des Sportbundes haben sich in den vergangenen 70 Jahren vervielfältigt. Allein rund 5000 Teilnehmer besuchen jährlich die Bildungsveranstaltungen. Kaum ein Vereinsmanager kommt ohne dieses Grundlagenwissen aus. Der Sportbund vertritt die Interessen seiner Mitglieder gegenüber Staat und Kommunen und regelt überfachliche Angelegenheiten. Versicherungsfragen, Sportstättenbau, Förderung des Wettkampf- und Freizeitsportes, Vergabe von Zuschüssen für Vereinsprojekte und die Verleihung des Deutschen Sportabzeichens sind Aufgaben der Sportbund-Zentrale in Kaiserslautern, die von Geschäftsführer Martin Schwarzweller geleitet wird.

Im Jubiläumsjahr wird die Historie des Sportbundes auch wissenschaftlich aufgearbeitet – so bei einem Sporthistorischen Symposium am 18. Oktober in Kaiserslautern. Seine Vergangenheit ist für den Sportbund ein ständiges Thema – seit zehn Jahren gibt es deshalb den Verein „Pfälzische Sportgeschichte“, dessen Tätigkeit eng mit dem vom Sportbund initiierten Pfälzischen Sportmuseum unter dem Dach des Deutschen Schuhmuseums in Hauenstein verknüpft ist. rs

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