Metropolregion

Nahverkehr Flüchtlinge benötigen bei Vorlage gewisser Dokumente kein Ticket / Beitrag wird von Taschengeld abgezogen

Irritationen um „kostenlose“ Fahrten für Asylbewerber

Archivartikel

Rhein-Neckar.In den sozialen Medien verbreitet sich aktuell ein Schreiben, aus dem geschlussfolgert wird, dass Asylbewerber im Geltungsgebiet des Verkehrsverbunds Rhein-Neckar (VRN) kostenlos mit Bahnen und Bussen fahren dürfen.

In der abfotografierten Weisung für das Fahrpersonal der Busverkehr Rhein-Neckar GmbH (BRN) heißt es, dass Flüchtlinge gegen Vorlage gewisser Dokumente die Verkehrsmittel im VRN „kostenlos nutzen“ dürften. Im Internet wurde das Foto vielfach geteilt. Der oberbayerische AfD-Bundestagsabgeordnete Johannes Huber schrieb: „Völlig gratis öffentliche Verkehrsmittel nutzen: Deutschen verboten, Asylbewerbern erlaubt. Diese Weisung an das Fahrpersonal diskriminiert Einheimische und ist eine Unverschämtheit.“ Auf Anfrage erklärte eine Sprecherin des Regierungspräsidiums (RP) Karlsruhe, dass es bereits seit 2016 eine Vereinbarung zwischen Land und VRN gebe. Es sei jedoch nicht korrekt, dass Asylbewerber Bus und Bahn kostenlos nutzen dürften. „Den Betroffenen in den Erstaufnahmeeinrichtungen wird ein Mobilitätsbeitrag vom Taschengeld abgezogen“, erklärte sie. Hintergrund der im Netz kursierenden Weisung sei ein Fall aus Schwetzingen, wo ein Asylbewerber trotz Vorlage eines Dokuments im Bus nicht mitgenommen wurde. Daraufhin sei noch einmal eine Information an die Fahrer herausgegeben worden. jei

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