Metropolregion

Wölfe Umweltministerium räumt Irrglauben aus

„Jedes Tier wird ersetzt“

Archivartikel

Rhein-Neckar.Im Zusammenhang mit der Wolfssichtung bei Sinsheim am zweiten Weihnachtsfeiertag (wir berichteten) weist das baden-württembergische Umweltministerium darauf hin, dass jedes gerissene Nutztier ersetzt werde. „Das gilt auch für Regionen, die außerhalb der Förderkulisse Wolfprävention liegen“, erklärt Sprecher Matthias Schmid. Die Förderkulisse, die im Nordschwarzwald gilt, diene dazu, den Schäfern und Viehhaltern beim Zaunbau und somit beim Herdenschutz zu helfen. „Besitzt ein Landwirt innerhalb der Förderkulisse keinen Zaun und es wird ein Tier gerissen, so erhält er keine Entschädigung“, sagt Schmid.

In einem Bericht in dieser Zeitung hatten Landwirte im Umkreis von Sinsheim befürchtet, bei etwaigen Wolfsangriffen auf den Schäden sitzen zu bleiben, da der Kraichgau nicht im Bereich der Förderkulisse liegt. „Diese Sorge ist unbegründet. Jedes Tier wird dort ersetzt“, betont Schmid. Bei Sinsheim war am 26. Dezember ein Wolf von einer Wildkamera gefilmt worden. jei

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