Metropolregion

Coronavirus Polizei spricht von „ekelhaften“ Taten

Jugendliche husten Senioren an

Archivartikel

Rhein-Neckar.Die Polizei schreibt von „ekelhaften“ und „verabscheuungswürdigen“ Vorgängen: Mehrfach ist es in den vergangenen Tagen in der Region zu Vorfällen gekommen, bei denen Gruppen von Jugendlichen meist ältere Menschen anhusten oder vor ihnen auf den Boden spucken. Teilweise rufen die Täter dabei noch das Wort „Corona“, wie die Beamten mitteilen. Insgesamt vier Fälle seien im Bereich des Polizeipräsidiums Mannheim bislang seit Freitag aufgenommen worden, heißt es in einer Mitteilung. Zwei in Heidelberg (Hauptbahnhof, Einkaufsmarkt Rohrbach), einer in Schwetzingen (Scheffelstraße) und einer in Mannheim (Neckarstadt). Dort husteten und spuckten Unbekannte einen Angestellten an, noch vor Eintreffen der Ordnungshüter waren die Täter jedoch verschwunden – wie in bislang allen Fällen.

Vorwurf der Körperverletzung

Laut Polizei handeln die jugendlichen Kleingruppen aus „Jux und Tollerei“. Das Verhalten sei jedoch keinesfalls nur ein „dummer Jungenstreich“, wie auch die Rechtslage zeige. „Wegen des Verdachts der Körperverletzung sind Ermittlungen eingeleitet worden“, so ein Sprecher. Welches Strafmaß einen Täter bei einem solchen Vergehen erwarten könnte, dazu macht die Polizei keine Angaben.

Hinweise zu Husten- oder Spuckattacken nehmen die Beamten beim Lagezentrum des Polizeipräsidiums Mannheim unter der Telefonnummer 0621/174-0 entgegen. 

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