Metropolregion

Justiz Urteile nach nächtlicher Zerstörungsfahrt mit Radlader

Jugendliche müssen Schaden gutmachen

Landau.Knapp acht Monate nach einer nächtlichen Zerstörungsfahrt mit einem Radlader hat das Amtsgericht Landau zwei Jugendliche zu gemeinnütziger Arbeit verurteilt. Die 16 und 17 Jahre alten Männer seien geständig und zeigten Reue, sagte am Mittwoch ein Justizsprecher nach der nichtöffentlichen Verhandlung.

16-Jährige aus Landau und der 17 Jahre alte Jugendliche aus dem Kreis Südliche Weinstraße müssten auch den Schaden wieder gut machen. Eines der beiden Urteile ist dem Justizsprecher zufolge noch nicht rechtskräftig. Den Ermittlungen zufolge hatten die Jugendlichen den Radlader am frühen Morgen des 1. November 2019 – der Halloweennacht – aus einem Park gestohlen. Mit der mächtigen Baumaschine fuhren sie durch erntereife Maisfelder und Weinberge, rissen eine Holzhütte ein und beschädigten eine Kapelle auf der Kleinen Kalmit zwischen Arzheim und Ilbesheim. Von dem Gebäude, das als ein Wahrzeichen der Region gilt, rissen sie das Holzvordach ab und zerstörten die Fassade. Sie sollen sogar mit den Gabelzinken des Radladers versucht haben, die Kapelle umzuwerfen, was ihnen allerdings nicht gelang.

110 000 Euro Schaden angerichtet

Die Staatsanwaltschaft Landau bezifferte den angerichteten Schaden auf etwa 110 000 Euro. So sind laut Anklage auf dem Weg zur Kleinen Kalmit unter anderem Laternen, Schilder und Weinberge unter die Räder genommen worden.

Ein Radlader ist meist eine Baumaschine zum Transportieren von Gütern. 

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