Metropolregion

Auszeichnung Die Pfälzer Gesellschaft „Schlotte“ ehrt jährlich einen Menschen, der aus ihrer Sicht Besonderes geleistet hat / Feier am Abend in Schifferstadt

Julia Klöckner bekommt Saumagen-Orden

Archivartikel

Schifferstadt.Bundesagrarministerin Julia Klöckner (CDU) hat das „Pfälzer Nationalgericht“ Saumagen als unterschätzte Köstlichkeit gelobt. „Wer einmal probiert hat, der weiß das Gericht zu schätzen, und jedes Vorurteil darüber ist widerlegt“, sagte sie der Deutschen Presse-Agentur. Die Ministerin erhält am heutigen Montag (3. Februar) in Schifferstadt den Pfälzer „Saumagen-Orden“.

Gut gewürzt, lang gegart und schön gebraten sei der Saumagen einfach lecker und eine besondere regionale Spezialität. „Und seien wir ehrlich: Menschen, die nicht gerne essen, sind doch sowieso suspekt“, fügte Klöckner augenzwinkernd hinzu. Die bodenständige Herkunft der 47-Jährigen aus einer rheinland-pfälzischen Winzerfamilie und ihre Nähe zum Wein gelte als äußerst verbindend und sympathisch, teilte die örtliche Karneval- und Tanzsport-Gesellschaft „Schlotte“ zur Begründung mit.

Der Orden aus Rosenquarz wird jährlich verliehen. Erster Träger war der damalige Bundeskanzler Helmut Kohl (1992). Saumagen besteht aus Schweinebrät, Kartoffeln und Gewürzen. Klöckner stammt aus Bad Kreuznach, einer Stadt zwischen Hunsrück, Rheinhessen und Nordpfälzer Bergland. Sie war 1995/1996 Deutsche Weinkönigin. „Von der Hauptstadtpresse werde ich regelmäßig eingebürgert, da heißt es immer wieder, ich sei Pfälzerin – das habe ich also schon mal geschafft“, sagte die Ministerin schmunzelnd.

Die Pfalz zeichne aus ihrer Sicht eine positive und sympathische Bodenständigkeit aus, ein großes Gemeinschaftsgefühl. „Die Leute hier sind stolz auf ihre Herkunft, auf ihre Traditionen und das Brauchtum.“

Mancher tue das als provinziell ab. „Doch diese starke Verwurzelung macht gelassen und weltoffen. Helmut Kohl – unser Kanzler der Einheit – war dafür wohl das beste Beispiel“, sagte sie. Die Pfalz sei eine Obst- und Gemüsekammer, regionale Produktion und Wertschöpfung seien dort zuhause, betonte Klöckner. „Natürlich gehört auch ein gutes Glas Wein zur Pfalz – genauso wie der Saumagen.“ lsw

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